Leider nicht ganz meins

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jester Avatar

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Das Buchcover mit den zwei jungen Frauen, die in einer gezeichneten Birne zu sehen sind, sieht interessant aus. Erst auf den zweiten Blick, also beim Lesen des Klappentextes, erkannte ich, dass es sich um eine Frauenfreundschaft während des Dritten Reiches handelt. Anhand des Buchtitels „und mittendrin der Birnbaum“ habe ich dies nicht erkennen können. Ich lese vor allem historische Romane, aber auch Romane, die auf zwei Erzählebenen mit Bezug auf die Gegenswart, spielen.
Die Geschichte fängt mit der Vergangenheit während des Zweiten Weltkriegs an, später geht es mit Dora in der Gegenwart weiter. Der Schreibstil der Autorin Ute Mank ist mir zu distanziert und ich bin weder mit dem Jungen in der Vergangenheit noch mit der alten Dora in der Gegenwart richtig warm geworden. Des Weiteren hat mich gestört, dass es keine Kapiteln im „klassischen“ Sinn gibt. Die einzelnen Szenen umfassen oft wenige Seiten, haben also keine „Überlängen“, was ich wiederum gut finde. Der Roman ist mit etwas mehr als 300 Seiten relativ schmal und normalerweise hätte ich einen packenden Roman innerhalb kürzester Zeit gelesen. Bei diesem Buch brauchte ich deutlich länger, was an dem nüchternen und distanzierten Schreibstil lag.
Ich finde es schade, dass es kein erläuterndes Vor- oder Nachwort gibt. Bei dieser angesprochenen Thematik möchte ich wissen, ob diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht oder reine Phantasie der Autorin ist.
Meine Erwartungen an das Buch wurden leider nicht erfüllt