Schwierige Zeiten

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Im Prolog klettert ein Junge über den Zaun eines Obstgartens. Dort steht auch ein einzelner Birnbaum mit einer seltenen saftigen Sorte. Bei ihnen im Heuschober hält sich ein Mädchen versteckt, die so von den Birnen schwärmt.
In der Gegenwart ist Dora bereits Mitte achtzig, ist verwitwet und lebt in einem Seniorenheim. Als ihre Schwägerin Gretel einen Unfall hat, zieht sie in ihre Heimat Hausen in das dortige Wohnheim. Dort muss sie sich der Vergangenheit stellen.
1933. Dora und das jüdische Mädchen Fanny sind beste Freundinnen und sitzen in der Schule nebeneinander. Das ändert sich, als ein junger, forscher Lehrer an die Schule kommt. Dora wird gefördert und später für die Ausbildung zur Lehrerin vorgeschlagen. Fanny, wird in die hinterste Bank verbannt, bis sie gar nicht mehr in die Schule darf. Als Dora schon das Dorf verlassen hat, werden die Juden unter dem Jubel der übrigen Bewohner abtransportiert. Nur Fanny fehlt. Und auch in der Gegenwart gibt es keinen Hinweis auf das dritte Kind der Familie.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr eindrucksvoll geschildert. Die Konflikte, die den Menschen aufgezwungen wurden und Familien und Freundschaften in Bedrängnis brachten werden sehr gut beschrieben. Die kleine Dorfgemeinschaft, wie sie damals und heute leben, wird sehr authentisch geschildert..