Sensible und weise Erzählung

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pedi68 Avatar

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Was für ein schönes, weises Buch!
Schon allein das harmonische Cover hat es mir angetan!
Im Prolog erfährt man auch sofort, was es mit dem Birnbaum auf sich hat.
Jetzt habe ich auch erfahren, dass es sich bei dem Ort Hausen um ein Dorf in der Nähe von Gießen handelt.
Ute Mank schreibt eindrücklich über Schuld, Vergebung und Loslassen.
Das tut sie unglaublich sensibel und ohne zu verurteilen oder zu bewerten.
Dora, weit über 80 Jahre alt, kehrt nach dem Tod ihres Mannes Paul in ihr Heimatdorf zurück.
Jahrzehntelang Verdrängtes lauert ihr hier an jeder Ecke auf.
Anfangs wehrt sie sich gegen die alten und schmerzlichen Erinnerungen.
Als sie aber die wesentlich jüngere Pina kennenlernt, die herausgefunden hat, dass ihr Elternhaus früher einer jüdischen Familie gehört hat, öffnet sie sich langsam.
Zusammen kommen sie den vor dem Haus verlegten Stolpersteinen auf die Spur.
Ich lege dieses Buch jeder Leserin ans Herz, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus interessiert und eine Geschichte sucht, die ganz sachte das Herz berührt.