Spannend!

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fiyero Avatar

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Ein wirklich toller und berührender Roman, der sich vor allem mit der Frage, wer eigentlich Schuld trägt und wie schwer es ist, sich dieser Schuld zu stellen. Besonders interessant fand ich dabei den Blick auf die Dorfgemeinschaft und darauf, wie schnell aus Wegschauen, Schweigen und Mitmachen eine Normalität entstehen kann.

Die Geschichte rund um Dora und ihre frühere Freundschaft mit Fanny hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind einprägsam und die Freundschaft der beiden macht die historischen Ereignisse noch greifbarer und persönlicher. Gleichzeitig zeigt der Roman sehr eindringlich, wie schnell Menschen ausgegrenzt werden können und wie leicht aus einer scheinbar normalen Gemeinschaft plötzlich eine Gemeinschaft der Verfolgung werden kann.

Auch die Recherche hat mich überzeugt. Die Geschichte wirkt gut durchdacht und vermittelt die historischen Hintergründe, ohne dabei zu einer trockenen Aufarbeitung zu werden.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir der letzte Satz des Buches, der für mich noch einmal die gesamte Geschichte zusammenfasst und zum Nachdenken anregt: Warum erkennt man eigentlich immer erst im Nachhinein, dass man jemanden zum letzten Mal gesehen hat?

Ein emotionaler und nachdenklich stimmender Roman über Freundschaft, Verantwortung, Schuld und das Erinnern.