Stolpersteine

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msl_kl Avatar

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Ute Mank spricht ein sehr wichtiges Thema an. Viele können mit dem Begriff Stolpersteine nichts anfangen. Ich habe auch erst in der Zeitung darüber gelesen. In der Geschichte kehrt Dora als alte Frau in ihren Heimatort zurück und stellt fest, dass vor dem Haus ihrer ehemals besten Freundin Fanny, nur 4 Stolpersteine verlegt wurden, obwohl die Familie aus 5 Personen bestand. Das lässt ihr keine Ruhe und sie will unbedingt herausfinden, was mit ihrer Freundin damals geschah. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und erzählt auf zwei Zeitebenen. Mich haben beide Ebenen gleichermaßen gefesselt. Es war interessant, was Dora als junges Mädchen erlebt hat, aber es war auch spannend, was sie in der Gegenwart mit ein bisschen Hilfe herausfand. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und die dunkle Vergangenheit anschaulich dargestellt. Man konnte sich gut hineinversetzen, wie es Dora emotional bewegt hat, dass so viele im Dorf geschwiegen haben. Die kurzen Kapitel haben mir gut gefallen, sie haben jedoch ein bisschen den Leseflow gebremst. Insgesamt hat die Autorin ein sehr wichtiges Kapitel Zeitgeschichte angesprochen und dafür gesorgt, dass es nicht in Vergessenheit gerät.