Und mittendrin die Erinnerung: Eine Reise in die Vergangenheit, die uns alle angeht
Dora ist nach vielen Jahren Ehe nun Witwe, die Kinder schon lange aus dem Haus, auch die Enkelkinder sind schon groß und das eigene Haus wird zu groß - sie beschließt daher, in ein Altenheim zu ziehen. Aber nicht eins in ihrem Wohnort. Nein, sie geht zurück in ihr Heimatdorf. Das, in dem nur noch ihre Schwägerin lebt sowie ihr Bruder, mit dem sie zerstritten ist. Dennoch zieht es sie in die alte Heimat und kaum angekommen, läuft sie durch die Straßen des Dorfes, erkennt Unterschiede und nach und nach kommen auch wieder verdrängte Erinnerungen ins Bewusstsein. Sie kreisen meist um ihre damalige beste Freundin Fanny. Ein Mädchen in einer jüdischen Familie. Was wurde aus ihr? Inwiefern hat Dora ihren Teil an dem Schicksal? Wie sehr ihre Familie, andere Familien, die gesamte Dorfgemeinschaft in der Zeit des Dritten Reichs. Gemeinsam mit einer jungen Frau macht sie sich auf die Suche nach Antworten und stellt sich längst vergessenen Fragen.
„Und mittendrin der Birnbaum“ ist kein langes Buch, es ist auch kein lautes Buch - aber es ist ein wichtiges Buch, was dennoch so leicht geschrieben ist, dass einem das Eintauchen in die Geschichte, in die unterschiedlichen Zeitebenen und in die Erinnerungen leicht gemacht wird.
Zwar liegt das Dorf Hausen in der Nähe Frankfurts, aber das ist eigentlich unerheblich, denn das, was dort geschehen ist, geschah in der Zeit des Dritten Reichs überall und die Fragen, die sich Dora stellt, hätten sich wahrscheinlich die meisten der Menschen im Nachgang stellen müssen.
In dem Buch werden nicht alle Fragen beantwortet - das sind eher kleine, aber dennoch welche, die mich interessiert hätten. Aber, ich finde es beinahe realistischer, dass es nicht zu allen Fragen Klärungen gibt, wie im Leben.
Ich habe das Buch am Tag einer wichtigen Landtagswahl beendet, weil es so gut passte, weil das, was vor über 80 Jahren in Deutschland geschah, nicht vergessen werden darf. Weil es uns alle angeht. Eben wie die zutiefst menschlichen und nicht mit erhobenem Zeigefinger vorgetragenen Fragen und Erinnerungen in diesem Buch.
Da mir der Schreibstil, die realistisch gezeichneten Figuren und die wunderbar passende Balance aus Beschreibungen, Dialogen und Handlung genau meinem Geschmack entspricht, werde ich mir garantiert weitere Bücher der Autorin ansehen.
„Und mittendrin der Birnbaum“ ist kein langes Buch, es ist auch kein lautes Buch - aber es ist ein wichtiges Buch, was dennoch so leicht geschrieben ist, dass einem das Eintauchen in die Geschichte, in die unterschiedlichen Zeitebenen und in die Erinnerungen leicht gemacht wird.
Zwar liegt das Dorf Hausen in der Nähe Frankfurts, aber das ist eigentlich unerheblich, denn das, was dort geschehen ist, geschah in der Zeit des Dritten Reichs überall und die Fragen, die sich Dora stellt, hätten sich wahrscheinlich die meisten der Menschen im Nachgang stellen müssen.
In dem Buch werden nicht alle Fragen beantwortet - das sind eher kleine, aber dennoch welche, die mich interessiert hätten. Aber, ich finde es beinahe realistischer, dass es nicht zu allen Fragen Klärungen gibt, wie im Leben.
Ich habe das Buch am Tag einer wichtigen Landtagswahl beendet, weil es so gut passte, weil das, was vor über 80 Jahren in Deutschland geschah, nicht vergessen werden darf. Weil es uns alle angeht. Eben wie die zutiefst menschlichen und nicht mit erhobenem Zeigefinger vorgetragenen Fragen und Erinnerungen in diesem Buch.
Da mir der Schreibstil, die realistisch gezeichneten Figuren und die wunderbar passende Balance aus Beschreibungen, Dialogen und Handlung genau meinem Geschmack entspricht, werde ich mir garantiert weitere Bücher der Autorin ansehen.