Düster, atmosphärisch & ein sehr gelungener Slow Burn

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siyna Avatar

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Schon das Cover von Under the Iron Sky finde ich richtig ansprechend! Es passt für mich total gut zum Inhalt und vermittelt bereits diesen düsteren, geheimnisvollen Vibe, der sich auch durch die Geschichte zieht. Optisch macht das Buch also definitiv etwas her und hat mich direkt neugierig gemacht.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die düstere Welt, in der die Geschichte spielt. Alles ist unglaublich detailliert beschrieben, sodass ich mir die Umgebung und die Atmosphäre richtig gut vorstellen konnte. Ich hatte von Anfang an so viele Fragen im Kopf und wollte unbedingt herausfinden, was eigentlich hinter allem steckt. Was ist hier wirklich los, wem kann man überhaupt trauen?

Besonders spannend finde ich, dass es nicht einfach eine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt. Mit den Da’rak, Feen & Co. und den Vordelianern treffen unterschiedliche Seiten aufeinander, die sich meiner Meinung nach nicht besonders viel nehmen. Bisher fällt es mir schwer, eindeutig zu sagen, wer hier im Recht ist und wer nicht. Beide Seiten haben ihre eigenen Beweggründe, und genau das macht die Geschichte für mich interessant. Ich mag es, wenn nicht alles schwarz und weiß ist und man sich als LeserIn selbst Gedanken machen muss.

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die ausführlichen Beschreibungen passen wunderbar zur düsteren Atmosphäre und lassen die Welt lebendig wirken. Ich hatte dadurch das Gefühl, richtig in die Geschichte eintauchen zu können. Gerade bei einer Welt, die so viele Facetten und Hintergründe hat, finde ich es toll, wenn man sich Zeit nimmt, diese kennenzulernen.

Natürlich müssen wir auch über unsere beiden Hauptprotagonistinnen Ikarus und Soraya sprechen. Und da kann ich eigentlich nur sagen: THE SLOW BURN IS BURNING … hier hat die Autorin wirklich alles gegeben, den Slow Burn hat sie wirklich perfekt umgesetzt.

Die Enemies-Dynamik zwischen den beiden fand ich wirklich richtig gut umgesetzt. Ihre (angebliche) Gegensätzlichkeit und die Spannung, die dadurch entsteht, haben mir sehr gefallen. Ob aus den beiden allerdings tatsächlich noch Lovers werden, kann ich momentan schwer einschätzen. Eine gewisse Anziehung ist durchaus spürbar, aber so richtig geknistert hat es für mich bisher noch nicht. Auch bis zum Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass sich zwischen ihnen schon besonders viel in diese Richtung entwickelt hat.

Dabei bin ich grundsätzlich ein großer Fan von Slow Burn. Ich mag es, wenn sich Gefühle langsam entwickeln und die Figuren Zeit brauchen, um sich näherzukommen. Trotzdem hat mir bei Ikarus und Soraya bisher noch dieses gewisse Etwas gefehlt, das mich so richtig mitfiebern lässt. Deshalb bin ich bei der Lovestory aktuell noch nicht ganz on fire. Ich hoffe aber sehr, dass sich das im weiteren Verlauf noch ändert, denn Potenzial sehe ich definitiv!

Insgesamt hat mir Under the Iron Sky wirklich sehr gut gefallen. Vor allem die düstere Welt, die detaillierte Ausarbeitung und die moralischen Grauzonen konnten mich überzeugen. Die Geschichte hat mich neugierig gemacht und dazu gebracht, ständig über die Hintergründe und die verschiedenen Parteien nachzudenken.

Mein Fazit: Wer düstere Fantasy, komplexe Konflikte, geheimnisvolle Welten und Figuren mag, bei denen nicht sofort klar ist, auf welcher Seite sie stehen, sollte Under the Iron Sky definitiv eine Chance geben. Wenn ihr außerdem Slow Burn und Enemies to Lovers liebt, könnte das Buch ebenfalls etwas für euch sein. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht, und hoffe, dass mich Ikarus und Soraya in den nächsten Bänden noch so richtig abholen und noch mehr Geheimnisse aufgedeckt werden.