Epische Enemies-to-Lovers Fantasy, die den Namen verdient
Auf "Under the iron sky" war ich extrem neugierig. Nicht nur, weil mich das düstere Cover und der spannende Titel so angesprochen haben, sondern weil auch die Leseprobe bereits so gut gestartet ist und ich das Worldbuilding einfach großartig fand. Diese Gesellschaft, die sich nur durch die Energie des Sonnenlichts entwickelt hat und daraus nicht nur Waffen, sondern auch Gefährten, tierartige Wesen aus Metall mit einem eigenen Bewusstsein geschaffen hat. Aber auch den Krieg unter dem eisernen Himmel, der bereits seit 15 Jahren tobt und in dessen Zentrum die junge Soraya steht, die bei seinem Ausbruch erst elf Jahre als war - das Setting war gleichzeitig malerisch und durch den Krieg dennoch völlig düster und tragisch. Soraya ist eine moralisch schon recht graue Heldin, genau wie Ikarus, der auf der anderen Seite des Krieges steht. Dennoch waren beide so nahbar und nachvollziehbar in ihrer Entwicklung und ihrem Schmerz dass sie beide total schnell meine Sympathie gewonnen haben und ich richtig mit ihnen mitgefiebert habe. Die Dymamik zwischen den beiden war stets aufgeladen und die Chemie oft zum greifen nahe. Umso toller finde ich es, dass ich hier endlich mal ein Buch gelesen habe, das das Trope Enemies to Lovers redlich verdient hat. Und zwischen all den vergangenen Gräueln und dem tiefen Abgrund, der zwischen den beiden herrscht hat die Autorin einen epischen slow burn strang eingearbeitet (und slow kann man hier wirklich wörtlich nehmen), der ganz ohne Spice auskommt und mich trotzdem, oder gerade deswegen, umso mehr mitgerissen hat. Diese langsam entstehenden Gefühle, gegen die sich beide immer wieder wehren, und die trotzdem immer wieder zum Vorschein kommen sind genau das, was für mich ein gutes Romantasy-Buch ausmacht. Gleichzeitig war dadurch auch Platz für eine ganze Menge Plot und viele unvorhergesehene Wendungen, Irreführungen und Überraschungen. Gut gefallen hat mir auch, wie viel Raum vor allem Ikarus' Freunden, aber auch Sorayas Freunden eingeräumt wurde.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Soraya und Ikarus ab, wobei einige Kapitel auch aus der Sicht von Sorayas Freund Theorn erzählt werden. Was mir dabei besonders gut gefallen hat war, dass die Handlung immer stringend verlaufen ist und die Perspektivwechsel manchmal so subtil waren, dass sie mir gar nicht richtig aufgefallen sind. Vielleicht war das Buch aber auch einfach nur so gut und spannend, dass ich dafür gar keine Aufmerksamkeit mehr übrig hatte.
Under the iron sky war für mich ein absolutes Jahreshighlight und sticht aus der Masse der Romantasy-Romane durch das einzigartige Worldbuilding und die gebrochenen Protagonisten hervor, die trotzdem so echt und nahbar sind. Ich kann es jedem Fantasy-Liebhaber nur empfehlen und auf jeden Fall auch denen, die vor Romance-Elementen eher zurückschrecken oder Spice nicht so mögen.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Soraya und Ikarus ab, wobei einige Kapitel auch aus der Sicht von Sorayas Freund Theorn erzählt werden. Was mir dabei besonders gut gefallen hat war, dass die Handlung immer stringend verlaufen ist und die Perspektivwechsel manchmal so subtil waren, dass sie mir gar nicht richtig aufgefallen sind. Vielleicht war das Buch aber auch einfach nur so gut und spannend, dass ich dafür gar keine Aufmerksamkeit mehr übrig hatte.
Under the iron sky war für mich ein absolutes Jahreshighlight und sticht aus der Masse der Romantasy-Romane durch das einzigartige Worldbuilding und die gebrochenen Protagonisten hervor, die trotzdem so echt und nahbar sind. Ich kann es jedem Fantasy-Liebhaber nur empfehlen und auf jeden Fall auch denen, die vor Romance-Elementen eher zurückschrecken oder Spice nicht so mögen.