Klassisch gut

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milena_lre Avatar

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Handlung

Under the Iron Sky hat mich vor allem mit seiner ungewöhnlichen Grundidee überrascht. Die Verbindung aus Fantasy, Technologie und einer Welt, die sich deutlich von klassischen Fantasy-Settings unterscheidet, macht die Geschichte zu etwas Besonderem. Die Handlung entwickelt sich dabei abwechslungsreich und hält immer wieder neue Elemente bereit, sodass ich neugierig geblieben bin, was hinter dieser Welt und ihren Geheimnissen steckt. Besonders gefallen hat mir, dass neben den fantastischen Aspekten auch persönliche Schicksale und emotionale Konflikte eine wichtige Rolle spielen.

Charaktere & Entwicklung

Soraya und Ikarus sind zwei Figuren, die mir im Laufe der Geschichte zunehmend ans Herz gewachsen sind. Besonders mochte ich, dass sie nicht wie makellose Protagonisten wirken, sondern durchaus Fehler machen, Entscheidungen bereuen und mit ihren eigenen Unsicherheiten kämpfen. Dadurch waren ihre Handlungen für mich größtenteils nachvollziehbar und die beiden wirkten angenehm menschlich.

Auch die Entwicklung der Figuren hat mir gut gefallen. Gerade im Zusammenspiel miteinander bekommt man nach und nach ein besseres Gefühl dafür, was sie antreibt und warum sie bestimmte Entscheidungen treffen. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Tiefe gewünscht, da manche Entwicklungen für meinen Geschmack etwas schnell abgehandelt wurden.

Worldbuilding

Für mich ist das Worldbuilding definitiv eine der großen Stärken des Buches. Die Mischung aus futuristischen beziehungsweise technologischen Elementen und Fantasy schafft eine interessante Atmosphäre, die ich so bisher nicht häufig gelesen habe. Die Welt hat viele eigene Ideen und wirkt dadurch nicht wie ein bereits hundertmal gesehenes Fantasy-Setting.

Besonders schön fand ich, dass die Autorin nicht nur eine Kulisse geschaffen hat, sondern die Besonderheiten dieser Welt auch immer wieder Einfluss auf die Geschichte nehmen. Gleichzeitig hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass ich gerne noch tiefer in diese Welt eingetaucht wäre. Es gibt viele interessante Ansätze, bei denen ich mir teilweise noch mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte.

Spannungsbogen

Die Geschichte konnte mich über weite Strecken gut bei der Stange halten. Es gibt immer wieder Wendungen und neue Fragen, die dafür sorgen, dass man weiterlesen möchte. Gerade wenn man denkt, man hätte einen Zusammenhang verstanden, tauchen neue Aspekte auf.

Allerdings war das Tempo für mich nicht durchgehend gleichmäßig. Einige Passagen haben sich etwas gezogen, während andere Entwicklungen wiederum relativ schnell vorangetrieben wurden. Dadurch hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz so flüssig vorankommt, wie ich es mir gewünscht hätte. Insgesamt hat die Neugier auf die Welt und die Figuren aber überwogen.

Kritik

Ganz perfekt war das Buch für mich deshalb nicht. Neben dem teilweise etwas ungleichmäßigen Tempo hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht sowohl bei bestimmten Charakterentwicklungen als auch bei einzelnen Aspekten der Welt. Gerade weil die Grundidee so viel Potenzial besitzt, hatte ich manchmal das Gefühl, dass noch mehr aus bestimmten Situationen hätte herausgeholt werden können.

Auch emotional hat mich die Geschichte nicht immer gleichermaßen erreicht. Es gab durchaus Momente, die mich berührt haben, aber manche davon hätten für mich noch stärker ausgearbeitet werden können.

Fazit

Under the Iron Sky ist für mich ein Buch, das vor allem durch seine außergewöhnliche Welt und die Kombination aus Fantasy und Technologie punkten kann. Die Geschichte bietet interessante Ideen, sympathische und keineswegs perfekte Charaktere sowie genügend Spannung, um mich neugierig auf die weitere Entwicklung zu machen.

Auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und ein etwas gleichmäßigeres Erzähltempo gewünscht hätte, hatte das Buch für mich insgesamt deutlich mehr Stärken als Schwächen. Vor allem das Setting hat mich positiv überrascht und macht mich neugierig darauf, wie sich die Geschichte in den nächsten Bänden weiterentwickeln wird.

Für mich sind es daher verdiente 4 Sterne. Ein interessantes und eigenständiges Fantasybuch mit einer Welt, in der definitiv noch einiges an Potenzial steckt.