Die Frauen der Familie
Eine gebildete Familie - gelesen wird viel - besitzt nicht nur Bücher, sondern auch ein repräsentatives Möbel für die Bücher, nämlich einen alten Kirschbaumschrank mit Vitrinenaufsatz, hinter dem die Werke besonders gut zur Geltung kommen. Geschreinert nach dem Geschmack der Urgroßmutter Margarethe ging der Schrank seither durch die Hände der Töchter und mit ihnen durch die halbe Republik bis nun nicht mehr Romane, sondern Tagebücher all dieser Töchter die Bretter füllen.
Angefangen jedoch hatte alles in einer Dresdner Villa am Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Zukunft noch offen schien und der Handel selbst mit schöngeistigen Dingen wie Musikalien in einer kunstsinnigen Stadt expandierte.
Von Tochter zu Tochter geht es hier und wie in der jüdischen Religion ist damit die Linie so klar - und ist man bei dem Titel gespannt, was sich in diesem so unsteten 20. Jahrhundert über die Töchter, noch dazu die unerwünschten, vererben lässt.
Angefangen jedoch hatte alles in einer Dresdner Villa am Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Zukunft noch offen schien und der Handel selbst mit schöngeistigen Dingen wie Musikalien in einer kunstsinnigen Stadt expandierte.
Von Tochter zu Tochter geht es hier und wie in der jüdischen Religion ist damit die Linie so klar - und ist man bei dem Titel gespannt, was sich in diesem so unsteten 20. Jahrhundert über die Töchter, noch dazu die unerwünschten, vererben lässt.