Ein Schrank voller Leben

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Die Leseprobe hat mich echt überrascht – im besten Sinne. Eigentlich geht’s ja erstmal „nur“ um einen alten Schrank und Familienerinnerungen, aber daraus entwickelt sich total schnell so eine dichte, fast magische Stimmung. Der Schrank fühlt sich irgendwann gar nicht mehr wie ein Möbelstück an, sondern wie so ein stiller Begleiter durch mehrere Leben.
Was mich besonders gepackt hat: wie lebendig das alles geschrieben ist. Die Figuren wirken nicht geschniegelt oder glatt, sondern haben Ecken, Widersprüche, manchmal auch etwas Unbequemes – gerade Margarethe mit ihrer wilden, eigenwilligen Art fand ich super spannend. Man merkt richtig, wie sie gegen Erwartungen ankämpft.
Auch sprachlich hat mich das total abgeholt. Viele Details, aber so, dass es nie schwer wird – eher im Gegenteil, ich war richtig drin und hatte ständig Bilder im Kopf. Manche Szenen haben fast schon eine eigene Energie, so ein Wechsel zwischen Enge und Freiheitsgefühl, der hängen bleibt.
Unterm Strich: Ich war ziemlich schnell emotional drin und wollte ehrlich gesagt gar nicht aufhören zu lesen. Die Leseprobe hat mich nicht nur neugierig gemacht, sondern wirklich berührt – auf so eine leise, aber nachhaltige Art.