Generationskonflikte und Identität

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noiram Avatar

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In „Unerwünschte Töchter“ geht es um vier Generationen von Frauen, von der Urgroßmutter bis zur Urenkelin. Ein zentrales Element ist ein alter Bücherschrank aus Kirschholz, der von Generation zu Generation weitergegeben wird.
​Der Schreibstil ist klar und man kann die Handlung gut nachvollziehen. Es wird deutlich, wie die Frauen in der Familie über die Jahrzehnte um ihre Unabhängigkeit kämpfen mussten. Die Autorin Miriam Carbe schreibt hirr auch über sich selbst und ihre eigenen Probleme in der Gegenwart.
​Man erfährt schon am Anfang, dass sie eine schwere Trennung hinter sich hat und erst lernen muss, mit dem Erbe ihrer Familie umzugehen. Sie ist das „schwarze Kind“ in einer Familie, in der es früher viele Vorurteile gegen alles Nichteuropäische gab. Das macht das Buch sehr persönlich, weil man merkt, dass sie ihre eigene Identität und die Konflikte ihrer Vorfahren aufarbeitet.