Wahrheit.

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fönbo Avatar

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"Unerwünschte Töchter" hat mich nachdenklich gestimmt.

Miriam Carbe findet Worte für ein Thema, das oft hinter Schweigen und Scham verborgen bleibt.

Ihr Schreibstil wirkt dabei angenehm ruhig, entwickelt aber gerade dadurch eine enorme emotionale Wucht.

Beeindruckend ist die Art, wie die Autorin die gesellschaftlichen Strukturen der Zeit seziert.

Es wird deutlich, dass der Wert eines Kindes hier rein funktional betrachtet wird.
Diese Ungerechtigkeit sorgt beim Lesen für einen regelrechten Kloß im Hals.

Die Charaktere wirken trotz der Kürze der Leseprobe bereits sehr plastisch und lebendig gezeichnet.

Ich habe mich gefragt, wie viel Kraft man braucht, um in so einem Umfeld zu überleben.

Der Text wirft wichtige Fragen über Identität und die Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe auf.

Die düstere Atmosphäre wird durch kleine, feine Beobachtungen der Autorin perfekt unterstrichen.

Für mich ist diese Geschichte ein wichtiges Zeugnis über weibliche Schicksale, die zu oft vergessen werden.