Die Herzfrequenz der Generationen
„In der Herzfrequenz der Generationen markieren Margarethe und Monika die großen Ausschläge, wir die ruhigen Abschnitte.“ In diesem autobiografischen Buch geht es um vier Generationen von Frauen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Miriam ist die Autorin, die das Buch anhand von Notizbüchern und Tagebüchern ihrer Vorfahrinnen schrieb.
Das Buch schildert ein großes Stück deutscher Geschichte, erzählt anhand der Leben der vier Frauen. Zeitlich umfasst es den ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, den zweiten Weltkrieg, die Zeit danach mit dem Aufschwung und dem Mauerbau. Die Autorin benutzt eine kraftvolle Sprache und ausdrucksstarke Bilder, nimmt die Leserschaft auf atemlose, rastlose Art mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte. Die Erlebnisse, die die Frauen haben, gehen beim Lesen unter die Haut, auf schonungslos anschauliche Art und Weise befasst sich die Autorin mit der Brutalität des Krieges, mit dem Verlust von Brüdern und Ehemännern. Die Literatur ist es, die auf fast absurde Weise vor allem Margarethe Hilfe und Trost in den schweren Zeiten spendet.
Keine der vier Frauen hat Glück mit den Männern, alle sind den Zwängen und Konventionen ihrer Zeit unterworfen.
Der Roman liest sich sehr fesselnd, macht betroffen und nachdenklich. Trotzdem ist er unterhaltsam und lässt einen als Leserin mit der Hoffnung zurück, dass die jüngste der Frauen, Miriam, über die man im Buch am wenigsten erfährt, ein ruhigeres und zufriedeneres Leben hat als ihre Vorfahrinnen.