Einblick in verschiedene Generationen
Die Geschichte erzählt von vier Frauen aus einer Familie über fast ein ganzes Jahrhundert hinweg. Margarethe, Marianne, Monika und Miriam stehen jeweils vor den Herausforderungen ihrer Zeit, kämpfen um Selbstbestimmung und erleben die Auswirkungen von Krieg, gesellschaftlichen Erwartungen und familiären Konflikten. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, die sich über Generationen hinweg wiederholen und verändern. Dabei spannt das Buch einen Bogen von der Kaiserzeit über die Weltkriege und die Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. In „Unerwünschte Töchter“ von Miriam Carbe, erschienen im Carl Hanser Verlag, verbindet die Autorin ihre eigene Familiengeschichte mit deutscher Zeitgeschichte.
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht. Zu Beginn werden viele Personen eingeführt, sodass ich einige Zeit gebraucht habe, um die Familienverhältnisse und die einzelnen Charaktere auseinanderzuhalten. Zusätzlich wurde mein Lesefluss immer wieder dadurch unterbrochen, dass die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet ist, sondern direkt im Fließtext erscheint.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der NS-Zeit und der gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Jahre. Durch Mariannes Schilderungen bekommt man einen guten Eindruck davon, wie die Ideologie der Nationalsozialisten immer mehr Einfluss gewinnen konnte. Die Erzählweise wirkt dabei fast so, als würde man einer Zeitzeugin zuhören. Auch Monikas frühe Kindheit hat mich sehr angesprochen und gehört für mich zu den stärkeren Abschnitten des Romans.
Mit einigen Teilen des Buches hatte ich jedoch Schwierigkeiten. Vor allem der erste Abschnitt über Margarethe war mir stellenweise zu akademisch. Die vielen Verweise auf Gedichte, Opern und Schriftsteller konnten mich nicht besonders fesseln. Der zweite Teil mit Marianne hat mir deshalb deutlich besser gefallen. Ähnlich ging es mir mit den Zwischenkapiteln aus der Perspektive der Autorin. Anfangs haben sie mich eher verwirrt, weil ich sie nicht richtig einordnen konnte. Im weiteren Verlauf fand ich sie aber sehr gelungen, da sie zusätzliche Hintergründe liefern und das Gelesene besser verständlich machen.
Kritisch sehe ich den häufigen Gebrauch des N-Worts. Mir ist bewusst, dass die Sprache der jeweiligen Zeit dargestellt werden soll, dennoch hätte ich mir hier eine stärkere historische Einordnung gewünscht.
Insgesamt ist „Unerwünschte Töchter“ ein gutes Buch, das interessante Einblicke in vier sehr unterschiedliche Mutter-Tochter-Beziehungen bietet und gleichzeitig ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden lässt. Obwohl mich die Geschichte nicht durchgehend gefesselt hat, fand ich die Familiengeschichte und die verschiedenen Generationen spannend und lesenswert.
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht. Zu Beginn werden viele Personen eingeführt, sodass ich einige Zeit gebraucht habe, um die Familienverhältnisse und die einzelnen Charaktere auseinanderzuhalten. Zusätzlich wurde mein Lesefluss immer wieder dadurch unterbrochen, dass die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet ist, sondern direkt im Fließtext erscheint.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der NS-Zeit und der gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Jahre. Durch Mariannes Schilderungen bekommt man einen guten Eindruck davon, wie die Ideologie der Nationalsozialisten immer mehr Einfluss gewinnen konnte. Die Erzählweise wirkt dabei fast so, als würde man einer Zeitzeugin zuhören. Auch Monikas frühe Kindheit hat mich sehr angesprochen und gehört für mich zu den stärkeren Abschnitten des Romans.
Mit einigen Teilen des Buches hatte ich jedoch Schwierigkeiten. Vor allem der erste Abschnitt über Margarethe war mir stellenweise zu akademisch. Die vielen Verweise auf Gedichte, Opern und Schriftsteller konnten mich nicht besonders fesseln. Der zweite Teil mit Marianne hat mir deshalb deutlich besser gefallen. Ähnlich ging es mir mit den Zwischenkapiteln aus der Perspektive der Autorin. Anfangs haben sie mich eher verwirrt, weil ich sie nicht richtig einordnen konnte. Im weiteren Verlauf fand ich sie aber sehr gelungen, da sie zusätzliche Hintergründe liefern und das Gelesene besser verständlich machen.
Kritisch sehe ich den häufigen Gebrauch des N-Worts. Mir ist bewusst, dass die Sprache der jeweiligen Zeit dargestellt werden soll, dennoch hätte ich mir hier eine stärkere historische Einordnung gewünscht.
Insgesamt ist „Unerwünschte Töchter“ ein gutes Buch, das interessante Einblicke in vier sehr unterschiedliche Mutter-Tochter-Beziehungen bietet und gleichzeitig ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden lässt. Obwohl mich die Geschichte nicht durchgehend gefesselt hat, fand ich die Familiengeschichte und die verschiedenen Generationen spannend und lesenswert.