Generationen

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Eine Familiensaga, die sich über vier Frauengenerationen erstreckt. Da ist einmal Margarethe, geb. um ca.1890, Verehrerin von Goethe, bekam ihre Tochter Marianne 1915. Diese wiederum wurde 1945 Mutter von Monika und Monika gebar 1967 Miriam. Alle vier Frauen zogen praktisch ihre Kinder ohne Männer groß, die einen fielen in den beiden Weltkriegen, die andere wurde vom Mann verlassen. Und wir erfahren in den verschiedenen Epochen, wie schwierig es war, ein Kind groß zu ziehen. Hier wird vom Krieg, den Einschränkungen, die Flucht von der DDR in den Westen, das Kind eines Nigerianers, das als Mischling gilt und über eine schwere psychische Erkrankung, berichtet. Und immer wieder waren es die Großmütter, die hilfreich zur Seite standen. Die Verbindung zu all diesen Frauen stellt ein Bücherschrank dar, den die Urahnin Margarethe 1912 anfertigen hat lassen und der von Generation zu Generation weitervererbt wurde. Die Urenkelin Miriam hat darin all die Tagebücher gefunden und dieses Buch anhand von wahren Tatschen geschrieben. Ein Meisterwerk an Emotionen und ein ganzes Jahrhundert voller epochialer Geschichte. Hier werden die Probleme der jeweiligen Zeit exakt angesprochen: Seien es in der früheren Zeit die Juden, mit denen keine Ehe eingegangen werden sollte und später dann keine Verbindung mit einem Schwarzen. Auch politisch nimmt die Autorin in ihrem Buch kurz Stellung. Ein Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, man fühlt sich mit den Protagonistinnen sehr verbunden und jede hatte Probleme der damaligen Zeit. Das minimalistische Cover mit der Perlenkette ist sehr gut dazu ausgewählt.