Geschichte einer dysfunktionalen Familie
Lesefutter von 575 Seiten wird hier geboten, gekleidet in ein ansprechendes, elegant wirkendes Cover.
Eleganz ist auch das, was von allen Frauen, Margarethe, Marianne, Monika und Miriam angestrebt und nicht erreicht wird. Viele Hindernisse stellen sich in den Weg, historisch bedingte, wirtschaftliche, persönliches Scheitern.
Die Ausgangsfrage zu diesem Text findet sich in den letzten Seiten, das Buch wird sozusagen sich selbst erfüllend erzählt.
Die Handlung beginnt mit der Kindheit von Margarethe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eine großbürgerliche Familie, in der bei der Erziehung ihrer Kinder auf gesellschaftliche Normen und zukünftige erfolgreiche Eheschließungen viel Wert gelegt wird. Margarethe ist eher Außenseiter, die Schwestern Hanni und Tutty sind in jeder Beziehung erfolgreicher als sie. Sie heiratet jung und wird Ende des ersten Weltkrieges zur Witwe mit zwei kleinen Kindern.
In Folge stehen jeweils die Frauen der nachfolgenden Generationen im Focus der Erzählung.Die Autorin fußt ihren Text auf Tagebuchaufzeichnungen ihrer Groß- und Urgroßmutter, interpretiert diese in einer freien Form der Erzählung.
Plötzliche Wechsel in die Schreibweise aus der "Ich- Perspektive" stehen für Lebenserfahrung der Autorin.
Die Familiengeschichte mit individuellem Leid steht vor dem historischen Rückblick, der sich zudem nur auf die Berichte der Frauen stützt.
Es ist keinesfalls eine Familiensaga mit Spannungsbogen, sondern eine persönliche Geschichte, chronologisch erzählt, wobei der Eindruck entsteht, dass Vieles nicht ausformuliert oder auch bewusst bagatelisiert wird. Irritierend ist u. A. die Krankheitsgeschichte von Monika, die durch die Art des Auslassens von Diagnose bewusst verharmlost erscheint.
Die gestörte Kommunikation innerhalb der Familie und zwischen den Generationen , und die Wiederholung zu diesem Thema füllt sehr viele Seiten in diesem Buch.E
Ein objektives und sachliches Zeitzeugnis findet sich nicht, sondern die Vergangenheit der Familie wird eher entschuldigt und beschönigt.
Sehr enttäuscht , nach den anfangs durchaus gelungenen Schilderungen , lege ich das Buch zur Seite.
Gelesen habe ich die Geschichte einer Familie, mehr nicht. Warum sie erzählt wird, erklärt sich für mich aus dem Text nicht.
Meine Erwartung an Eleganz von Inhalt und Stil wurde nicht erfüllt.
Eleganz ist auch das, was von allen Frauen, Margarethe, Marianne, Monika und Miriam angestrebt und nicht erreicht wird. Viele Hindernisse stellen sich in den Weg, historisch bedingte, wirtschaftliche, persönliches Scheitern.
Die Ausgangsfrage zu diesem Text findet sich in den letzten Seiten, das Buch wird sozusagen sich selbst erfüllend erzählt.
Die Handlung beginnt mit der Kindheit von Margarethe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eine großbürgerliche Familie, in der bei der Erziehung ihrer Kinder auf gesellschaftliche Normen und zukünftige erfolgreiche Eheschließungen viel Wert gelegt wird. Margarethe ist eher Außenseiter, die Schwestern Hanni und Tutty sind in jeder Beziehung erfolgreicher als sie. Sie heiratet jung und wird Ende des ersten Weltkrieges zur Witwe mit zwei kleinen Kindern.
In Folge stehen jeweils die Frauen der nachfolgenden Generationen im Focus der Erzählung.Die Autorin fußt ihren Text auf Tagebuchaufzeichnungen ihrer Groß- und Urgroßmutter, interpretiert diese in einer freien Form der Erzählung.
Plötzliche Wechsel in die Schreibweise aus der "Ich- Perspektive" stehen für Lebenserfahrung der Autorin.
Die Familiengeschichte mit individuellem Leid steht vor dem historischen Rückblick, der sich zudem nur auf die Berichte der Frauen stützt.
Es ist keinesfalls eine Familiensaga mit Spannungsbogen, sondern eine persönliche Geschichte, chronologisch erzählt, wobei der Eindruck entsteht, dass Vieles nicht ausformuliert oder auch bewusst bagatelisiert wird. Irritierend ist u. A. die Krankheitsgeschichte von Monika, die durch die Art des Auslassens von Diagnose bewusst verharmlost erscheint.
Die gestörte Kommunikation innerhalb der Familie und zwischen den Generationen , und die Wiederholung zu diesem Thema füllt sehr viele Seiten in diesem Buch.E
Ein objektives und sachliches Zeitzeugnis findet sich nicht, sondern die Vergangenheit der Familie wird eher entschuldigt und beschönigt.
Sehr enttäuscht , nach den anfangs durchaus gelungenen Schilderungen , lege ich das Buch zur Seite.
Gelesen habe ich die Geschichte einer Familie, mehr nicht. Warum sie erzählt wird, erklärt sich für mich aus dem Text nicht.
Meine Erwartung an Eleganz von Inhalt und Stil wurde nicht erfüllt.