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lisalotterie Avatar

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Der Roman Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe erzählt die Geschichte mehrerer Generationen von Frauen einer Familie und zeigt, wie sich Erfahrungen, Geheimnisse und Traumata über Jahrzehnte hinweg weitervererben. Im Mittelpunkt steht die Ich-Erzählerin, die versucht, die Vergangenheit ihrer Familie zu verstehen. Dabei stößt sie auf die Lebensgeschichten ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter.
Die Handlung beginnt mit der Urgroßmutter Margarethe, die Anfang des 20. Jahrhunderts unter schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen lebt. Ihre Tochter Marianne wächst während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs auf und erlebt viele Entbehrungen. Später steht Monika, die Mutter der Erzählerin, im Fokus. Sie kämpft mit psychischen Problemen und den Folgen ihrer eigenen Kindheit. Die Erzählerin versucht schließlich, die Zusammenhänge zwischen den Schicksalen der Frauen zu erkennen und ihre eigene Identität zu finden.
Besonders interessant fand ich, wie das Buch zeigt, dass die Erfahrungen einer Generation Auswirkungen auf die nächste haben können. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll, wie Schweigen, Ausgrenzung und familiäre Konflikte das Leben der Frauen prägen. Gleichzeitig wird deutlich, wie schwer es ist, sich von alten Mustern zu lösen.
Der Roman verbindet persönliche Familiengeschichte mit wichtigen historischen Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg, der Nachkriegszeit und den gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland. Dadurch erhält man nicht nur Einblicke in das Leben der einzelnen Figuren, sondern auch in die Geschichte des Landes.

Trotzdem hat das Buch auch einige Schwächen. Durch die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel fällt es teilweise schwer, der Handlung zu folgen und den Überblick über die Figuren zu behalten. Einige Abschnitte wirken sehr ausführlich, wodurch die Geschichte stellenweise an Spannung verliert. Außerdem bleiben manche Figuren eher distanziert, sodass es nicht immer leicht ist, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen.