Interessante Familiengeschichte mit Längen

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hornita Avatar

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Die Autorin schildert in diesem Roman die Lebensgeschichten ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, die sich frappierend ähneln in Bezug auf unerwünschte Schwangerschaften bzw. Geschlecht des Kindes und abwesende Väter. Ich habe sie alle drei als sehr interessante Frauenbiografien wahrgenommen. Man spürt den Realismus und die Authentizität von echten Biografien. Mir haben die länger zurückliegenden Episoden deutlich besser gefallen, da es Miriam Carbe sehr gut gelungen ist, die Rahmenbedingungen und reduzierten Entscheidungsfreiheiten von Frauen zu zeichnen. Die Lebensläufe sind ein Spiegel der Zeit, gut eingebettet in das Weltgeschehen. Hervorragend herausgearbeitet wurde, wie sich die praktischen Notwendigkeiten in der Realität schneller verändern als sich die jeweils gültigen Moralvorstellungen anpassen konnten. Ab der Mitte fand ich die Geschichte weniger ausgewogen, es gab deutliche Längen, an vielen Stellen war die Handlung zu detailreich und langatmig. Am Ende haben für mich ein paar Informationen gefehlt, um die Lebensdaten der Hauptpersonen einordnen zu können, auch über die Autorin gab es nur wenige Details. Insgesamt vergebe ich vier Sterne für diese interessante Familiengeschichte.