Interessante Geschichte, aber nicht leicht zu lesen
In ihrem Debütroman „Unerwünschte Töchter“ erzählt Miriam Carbe eine tiefgründige deutsche Familiensaga. Basierend auf den echten Tagebüchern ihrer Urgroßmutter Margarethe, der Oma Marianne und ihrer Mutter Monika berichtet Carbe vom Leben dreier Frauen von Anfang des 20. Jahrhunderts bis zu ihrer eigenen Geburt.
Stilistisch handelt es sich weniger um einen Roman und vielmehr um eine chronologisch erzählte Biographie. Dabei wird die Geschichte immer wieder durchbrochen durch Kapitel, in denen die Autorin mittels ihrer eigenen Erinnerungen das Geschehen einordnet.
Einerseits kann man den Roman als feministische Geschichte über emanzipierte Frauen einstufen, die das Leben als alleinerziehende Mütter unter herausfordernden Voraussetzungen bewältigen. Andererseits wird deutlich, dass diese schwierigen Startbedingungen im Leben zu einem Trauma führt, das generationenübergreifend weitergegeben wird. Das Gefühl, eine unerwünschte Tochter zu sein, lässt sich nicht einfach abschütteln. In einer von Alltagsrassismus geprägten Umgebung kann für eine Frau mit deutscher Mutter und nigerianischem Vater selbst die eigene Familie mitunter toxisch sein.
„Unerwünschte Töchter“ ist kein leichtes Buch, weder im übertragenen Sinn noch tatsächlich. Die Erzählung schleppt sich bei über 500 Seiten in nur 32 Kapiteln für meinen Geschmack doch manchmal etwas langatmig dahin. Der Fokus liegt vor allem auf der eigenen Familiengeschichte und manche historischen Umbrüche (Flucht in den Westen vor der Wende) kommen etwas zu kurz. Insgesamt fand ich die Geschichte zwar sehr interessant, aber die Art und Weise des Erzählens hat mir weniger gut gefallen.
Stilistisch handelt es sich weniger um einen Roman und vielmehr um eine chronologisch erzählte Biographie. Dabei wird die Geschichte immer wieder durchbrochen durch Kapitel, in denen die Autorin mittels ihrer eigenen Erinnerungen das Geschehen einordnet.
Einerseits kann man den Roman als feministische Geschichte über emanzipierte Frauen einstufen, die das Leben als alleinerziehende Mütter unter herausfordernden Voraussetzungen bewältigen. Andererseits wird deutlich, dass diese schwierigen Startbedingungen im Leben zu einem Trauma führt, das generationenübergreifend weitergegeben wird. Das Gefühl, eine unerwünschte Tochter zu sein, lässt sich nicht einfach abschütteln. In einer von Alltagsrassismus geprägten Umgebung kann für eine Frau mit deutscher Mutter und nigerianischem Vater selbst die eigene Familie mitunter toxisch sein.
„Unerwünschte Töchter“ ist kein leichtes Buch, weder im übertragenen Sinn noch tatsächlich. Die Erzählung schleppt sich bei über 500 Seiten in nur 32 Kapiteln für meinen Geschmack doch manchmal etwas langatmig dahin. Der Fokus liegt vor allem auf der eigenen Familiengeschichte und manche historischen Umbrüche (Flucht in den Westen vor der Wende) kommen etwas zu kurz. Insgesamt fand ich die Geschichte zwar sehr interessant, aber die Art und Weise des Erzählens hat mir weniger gut gefallen.