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linda.konig12 Avatar

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„Unerwünschte Töchter“
Von Miriam Carbe

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

Die Geschichte beginnt mit einer Erzählung von Miriam Carbe, die 2021 die Tagebücher ihrer Urgroßmutter, Oma und Mutter gefunden hat.
Nach dem Tod ihrer Mutter Monika tauchten sie in einem alten Holzschrank auf und enthüllten die Gedanken, Geschichten und Sorgen dieser drei Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Miriam schreibt dies alles auf und nun liegt ein intensiver, dichter und sehr interessanter Roman vor uns: Unerwünschte Töchter… dies ist ein sehr passender Titel und darin steckt so viel Trauer, Wut und Einsamkeit. Und dann auch wieder Hoffnung, denn all die Töchter sind ja da, haben es gegeben, gibt es noch immer.

Ich habe dieses Buch sehr genossen. Über fast 600 Seiten begleite ich die vier Frauen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Zwei Kriege, zahlreiche Verluste, tiefe Einsamkeit und unausgesprochene Erfahrungen prägen ihre Geschichten. Miriam reflektiert auch über ihre eigene Kindheit und ihr Leben und nimmt immer wieder Bezug zu den anderen Generationen.
Miriam Carbe zeigt, wie Frauen aus den unterschiedlichen Zeiten kämpfen mussten, wie Männer eine wichtige Rolle gespielt haben und das ständige Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dem Wunsch, „normal“ zu sein, steht dabei immer wieder im Mittelpunkt.