Titel suggeriert etwas anderes
Der Klappentext klang vielversprechend und Mariana Leky wurde auf dem Buchrücken zitiert wird.
Ich liebe solche zeitenumspannenden Familiengeschichten. Und wenn es vor allem um die weiblichen Perspektiven geht, kann doch nichts schief gehen.
Aber fangen wir doch direkt mit dem Titel an. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder - und ich war sehr dankbar über den Austausch im Buddyread - wann denn nun die unerwünschten Töchter auf den Plan treten würden. Hatte ich irgendetwas übersehen? Natürlich gab es Konflikte, natürlich waren die Ansichten von Generation zu Generation unterschiedlich, aber unerwünscht war keine von ihnen. Im Gegenteil, es wird erwähnt, 'dass sie sehr geliebt wurde' oder 'dass sie alles für ihre Tochter tun würde'. Der Titel führt daher, meiner Meinung nach, etwas in die Irre.
Der Schreibstil am Anfang erinnert an die Zeit, in der die Geschichte beginnt, Anfang des letzten Jahrhunderts. Das las sich zunächst etwas schwerfällig. Außerdem musste ich mich an fehlende Anführungszeichen gewöhnen. Mit der Zeit störte das aber nicht mehr und das Buch las sich für mich (im zeitlichen Hauptstrang) immer flüssiger. Es gab immer wieder Arten von Spannungsaufbau und jedesmal erwartete ich mittlere bis schwere Katastrophen, die dann nicht eintraten. Gut für die Protagonistinnen.
Die Grundlage für die Erzählungen, sind Tagebücher von Mutter, Großmutter und Urgroßmutter der Autorin. Auf diese geht Miriam Carbe in Zwischenkapiteln immer wieder ein. Grundsätzlich gefällt mir dieser Faktencheck, aber er hat meinen Lesefluss erheblich gestört und leider auch jedesmal einiges der Geschichte vorweggenommen. Das hätte ich mir eher als Nachwort gewünscht.
Die Biografien der drei Frauen haben durchaus viel Potenzial. Ich hätte mir auch eine Buchreihe mit etwas mehr dichterischer Freiheit vorstellen können, denn schreiben kann Miriam Carbe wunderbar.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, vielleicht habe ich in diesem Jahr schon zu viele solcher generationenübergreifenden Frauengeschichten gelesen. Anders kann ich mir nicht so recht erklären, warum mich diese Frauenschicksale nicht so sehr gepackt haben.
Anmerkung: Mir kam das N-Wort viel zu häufig vor. Eine Einordnung dazu hätte ich mir sehr gewünscht.
Ich liebe solche zeitenumspannenden Familiengeschichten. Und wenn es vor allem um die weiblichen Perspektiven geht, kann doch nichts schief gehen.
Aber fangen wir doch direkt mit dem Titel an. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder - und ich war sehr dankbar über den Austausch im Buddyread - wann denn nun die unerwünschten Töchter auf den Plan treten würden. Hatte ich irgendetwas übersehen? Natürlich gab es Konflikte, natürlich waren die Ansichten von Generation zu Generation unterschiedlich, aber unerwünscht war keine von ihnen. Im Gegenteil, es wird erwähnt, 'dass sie sehr geliebt wurde' oder 'dass sie alles für ihre Tochter tun würde'. Der Titel führt daher, meiner Meinung nach, etwas in die Irre.
Der Schreibstil am Anfang erinnert an die Zeit, in der die Geschichte beginnt, Anfang des letzten Jahrhunderts. Das las sich zunächst etwas schwerfällig. Außerdem musste ich mich an fehlende Anführungszeichen gewöhnen. Mit der Zeit störte das aber nicht mehr und das Buch las sich für mich (im zeitlichen Hauptstrang) immer flüssiger. Es gab immer wieder Arten von Spannungsaufbau und jedesmal erwartete ich mittlere bis schwere Katastrophen, die dann nicht eintraten. Gut für die Protagonistinnen.
Die Grundlage für die Erzählungen, sind Tagebücher von Mutter, Großmutter und Urgroßmutter der Autorin. Auf diese geht Miriam Carbe in Zwischenkapiteln immer wieder ein. Grundsätzlich gefällt mir dieser Faktencheck, aber er hat meinen Lesefluss erheblich gestört und leider auch jedesmal einiges der Geschichte vorweggenommen. Das hätte ich mir eher als Nachwort gewünscht.
Die Biografien der drei Frauen haben durchaus viel Potenzial. Ich hätte mir auch eine Buchreihe mit etwas mehr dichterischer Freiheit vorstellen können, denn schreiben kann Miriam Carbe wunderbar.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, vielleicht habe ich in diesem Jahr schon zu viele solcher generationenübergreifenden Frauengeschichten gelesen. Anders kann ich mir nicht so recht erklären, warum mich diese Frauenschicksale nicht so sehr gepackt haben.
Anmerkung: Mir kam das N-Wort viel zu häufig vor. Eine Einordnung dazu hätte ich mir sehr gewünscht.