Töchterkonflikte

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Sich auf "Unerwünschte Töchter" einzulassen, fällt nicht immer leicht, werden doch intensiv, drastisch und tief gehend Beziehungsebenen zwischen vier Frauen(generationen) beleuchtet, die an vielen Stellen daran zweifeln lassen, dass Familienleben gut gelingen kann. So scheint die eine Generation besser mit der übernächsten zurecht zu kommen, während in den unmittelbar aufeinander folgenden mehr Konflikte als harmonisches Miteinandersein an der Tagesordnung stehen. Oft genug möchte man beim Lesen angesichts der Vorfälle den Kopf schütteln, wie so ein Zusammenleben aushaltbar ist, nicht weniger vor dem Hintergrund, dass die Autorin vieles von sich selbst als der vierten Generation preisgibt.
Nicht immer gelingt es, so im Lesefluss zu bleiben, wie man möchte, wenn die Namen und Kosenamen in Fülle aufeinander stoßen und auf den ersten Blick nicht ganz klar ist, von wem die Rede ist. Auch der auffallend stoische und zweitweise monoton wirkende Schreibstil - vielleicht bewusst so gewählt? - kann Längen nicht ganz vermeiden.
Nichtsdestotrotz eine bewegende Familiengeschichte.