Vom Wunsch gesehen zu werden

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Düstere Familiensaga über 4 Generationen mit dem Wunsch, endlich gesehen zu werden und gut genug zu sein. Das Cover verrät kaum etwas über die Geschichte, im Gegensatz dazu steht der ausdrucksstarke Titel. Fans von mehreren POVs sowie Rückblenden und Zeitsprüngen werden hierbei begeistert sein - sehr häufig springt das Buch zwischen den Generationen und zwischen der Art der Erzählweise. Obwohl alle Figuren aus ihrem vorbestimmten Leben ausbrechen wollen und rebellieren, fügen sie sich letztlich doch (mehr oder weniger) den Erwartungen ihrer Zeit. Der Schreibstil ist leider sehr sperrig, die Handlung wirkt stellenweise langatmig und bleibt trotz vieler (historischer) Ereignisse emotional oft eher oberflächlich. Empfehlen würde ich den Roman jedem, der ausführliche Familiengeschichten schätzt sowie sich für geschichtliches Leben in Deutschland in den letzten 100 Jahren interessiert.