Zwischen Familienerbe und Selbstfindung
Das Buch „Unerwünschte Töchter“ erzählt die bewegende Geschichte von vier Frauengenerationen, die über Jahrzehnte hinweg um Anerkennung, Freiheit und ihre eigene Identität kämpfen. Besonders eindrucksvoll ist, wie persönliche Schicksale mit deutscher Zeitgeschichte verwoben werden. Miriam Carbe schreibt dabei intensiv, klug und emotional, ohne jemals kitschig zu wirken. Die Figuren wirken lebendig und widersprüchlich, ihre Konflikte nachvollziehbar und berührend. Vor allem die Themen Herkunft, Rassismus und familiäre Prägungen hallen lange nach. Trotz der epischen Länge bleibt der Roman fesselnd und atmosphärisch dicht. Ein vielschichtiger Familienroman, der zeigt, wie stark Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinwirkt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange im Gedächtnis bleibt. Sehr toll.