Düster und packend

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Mein Leseeindruck zu „Ungelöst“ von Arno Strobel (der Auftakt der Reihe um die Kriminalpsychologin Max-Bischoff-Nachfolgerin Jule Flemming):
Düster, packend und psychologisch tief.
Arno Strobel beweist mit Ungelöst, dass er ein Meister des „Cold Case“-Feelings ist. Das Buch ist kein klassischer Whodunnit, sondern ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das stark von der Atmosphäre und der Ungewissheit lebt.
Was das Buch auszeichnet:
Der Plot : Die Geschichte um den spurlos verschwundenen Bruder der Protagonistin Jule Flemming zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und sorgt für eine hohe persönliche Fallhöhe.
Das Ermittler-Duo: Jule Flemming ist als Charakter erfrischend – hochintelligent, aber durch ihr eigenes Trauma verletzlich. Die Dynamik mit ihrem Partner (und die Verbindung zum bekannten Max Bischoff) gibt der Reihe eine spannende Basis.
Ein Hohes Tempo: Die Kapitel sind kurz und enden oft mit Cliffhangern, was den typischen Strobel-Sog erzeugt („Nur noch ein Kapitel...“).

Wer extrem blutige Action sucht, wird hier eher subtilen Psychoterror finden. Gelegentlich wirken die Alleingänge der Protagonistin etwas riskant, was aber dem Genre-Standard entspricht.
Mein Fazit: Ein Muss für Fans von psychologischen Thrillern, die gerne miträtseln. Strobel schafft es, die Spannung über 350 Seiten konstant hochzuhalten und lässt den Leser mit einem Verlangen nach Band 2 zurück.