Düsterer Einstieg mit psychologischer Tiefe
Die erste Zeugin hat mich schnell in die Geschichte hineingezogen. Arno Strobel versteht es, von der ersten Szene an Spannung aufzubauen und eine Atmosphäre zu schaffen, die unterschwellig beunruhigt und neugierig macht. Der Einstieg über Luisa, die nach einem erfolgreichen Abschnitt ihres Lebens plötzlich mit einer verdrängten Vergangenheit konfrontiert wird, ist sehr gelungen.
Besonders interessant ist die Hauptfigur selbst. Luisas eidetisches Gedächtnis ist nicht nur ein spannendes Detail, sondern wird sinnvoll in die Handlung eingebunden. Es verleiht der Geschichte Tiefe und eröffnet viele Möglichkeiten für spätere Wendungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Gabe auch eine Belastung ist, was sie als Figur glaubwürdig und menschlich macht.
Auch die Rückblicke und die düsteren, fast klaustrophobischen Passagen in der Hütte sind stark geschrieben. Sie erzeugen eine beklemmende Stimmung und lassen erahnen, wie tief das Trauma reicht, das die Figuren miteinander verbindet. Der Perspektivwechsel zur Polizei bringt zusätzlich Tempo in die Handlung und deutet an, dass sich hier mehrere Erzählstränge geschickt verzahnen werden.
Was mir etwas gefehlt hat, ist der Überraschungseffekt. Die Grundkonstellation aus vermisster Person, traumatischer Vergangenheit und zunächst zögerlicher Polizei ist aus dem Thriller-Genre bekannt. Das ist solide umgesetzt, wirkt aber stellenweise vertraut. Auch einige Dialoge sind recht erklärend, was den Lesefluss zwar erleichtert, aber ein wenig von der subtilen Spannung nimmt.
Insgesamt überzeugt die Leseprobe jedoch durch ihr hohes erzählerisches Niveau, eine klare Struktur und einen starken Spannungsbogen. Ich habe das Buch nach den gelesenen Seiten definitiv auf meine Wunschliste gesetzt und bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Besonders interessant ist die Hauptfigur selbst. Luisas eidetisches Gedächtnis ist nicht nur ein spannendes Detail, sondern wird sinnvoll in die Handlung eingebunden. Es verleiht der Geschichte Tiefe und eröffnet viele Möglichkeiten für spätere Wendungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Gabe auch eine Belastung ist, was sie als Figur glaubwürdig und menschlich macht.
Auch die Rückblicke und die düsteren, fast klaustrophobischen Passagen in der Hütte sind stark geschrieben. Sie erzeugen eine beklemmende Stimmung und lassen erahnen, wie tief das Trauma reicht, das die Figuren miteinander verbindet. Der Perspektivwechsel zur Polizei bringt zusätzlich Tempo in die Handlung und deutet an, dass sich hier mehrere Erzählstränge geschickt verzahnen werden.
Was mir etwas gefehlt hat, ist der Überraschungseffekt. Die Grundkonstellation aus vermisster Person, traumatischer Vergangenheit und zunächst zögerlicher Polizei ist aus dem Thriller-Genre bekannt. Das ist solide umgesetzt, wirkt aber stellenweise vertraut. Auch einige Dialoge sind recht erklärend, was den Lesefluss zwar erleichtert, aber ein wenig von der subtilen Spannung nimmt.
Insgesamt überzeugt die Leseprobe jedoch durch ihr hohes erzählerisches Niveau, eine klare Struktur und einen starken Spannungsbogen. Ich habe das Buch nach den gelesenen Seiten definitiv auf meine Wunschliste gesetzt und bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.