Düsterer Start mit starkem psychologischem Sog
Die Leseprobe ist direkt spannend und ziemlich beklemmend. Arno Strobel verbindet eine Vermisstenmeldung mit einer alten, traumatischen Geschichte. Besonders die Figur Luisa mit ihrem fotografischen Gedächtnis fand ich interessant, weil sie sofort Tiefe und Konflikt mitbringt. Die Atmosphäre ist durchgehend düster, fast schon unangenehm, und man merkt schnell, dass hier mit Manipulation, Schuld und Abgründen gespielt wird. Ein Thriller, der weniger auf Action setzt, sondern auf psychologischen Druck und genau dadurch neugierig macht.