Zwischen Erinnerung und Bedrohung

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Die Leseprobe zieht sofort in eine düstere, spannungsgeladene Atmosphäre hinein. Im Mittelpunkt steht eine hochbegabte junge Frau, deren außergewöhnliches Gedächtnis sie nicht nur erfolgreich, sondern auch verletzlich macht: Die Vergangenheit ist für sie nie wirklich vorbei. Mit dem Auftauchen einer Vermisstenanzeige bricht ein lange verdrängtes Trauma wieder auf und verknüpft persönliche Erinnerungen mit einer aktuellen Bedrohung.

Der Text überzeugt durch einen flüssigen, bildhaften Stil und einen stetigen Spannungsaufbau. Wechselnde Perspektiven, insbesondere die beklemmenden inneren Monologe, verstärken das Gefühl von Unsicherheit und psychologischer Tiefe. Figuren und Konflikte werden schnell etabliert, ohne überladen zu wirken, und lassen viele Fragen offen. Insgesamt macht die Leseprobe neugierig auf den weiteren Verlauf und verspricht einen psychologisch dichten Thriller, der Vergangenheit und Gegenwart unheilvoll miteinander verwebt.