Ein eidetisches Gedächtnis ist Segen und Fluch zugleich!

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
alexa1973 Avatar

Von

Zum Buch: Luisa Menkhoff, die Tochter des verstorbenen Kommissars Bernd Menkhoff, entdeckt vor ihrer Uni in München ein Vermisstenplakat. Ihr stockt der Atem, als sie darauf Nicole Klement erkennt, ihre Entführerin, als sie fünf Jahre alt war. Durch ihr eidetisches Gedächtnis ist die Erinnerung noch da, als wäre es gestern gewesen. Sie ahnt Schlimmes und wendet sich an die Polizei. Der dort zuständige Beamte Ramin Brunner erkennt das Potential von Luisa und zieht sie in die Ermittlungen als externe Beraterin mit ein, nicht ahnend, dass er sie damit in große Gefahr bringt…

Meine Meinung: Das Buch nimmt ein wenig Bezug zu Arno Strobels Buch „Das Wesen“, was ich vorher extra noch gelesen habe. Ich kann nicht sagen, ob einem etwas fehlt, wenn man das Buch nicht kennt. Aber laut Autor kann man dieses Buch auch ohne jedwede Vorkenntnisse lesen!

Der Spannungsbogen baut sich langsam auf, da hätte ich mir von Anfang an mehr gewünscht. Aber das ist in Ermittlerkrimis ja oft so. Dennoch ist der Schreibstil packend und die Kapitellänge genau richtig, um immer weiterzulesen! Die Figur Nicole Klement bleibt wie immer etwas nebulös, man weiß bei ihr einfach nie, wann sie so richtig anwesend ist… eine super-interessante Figur! Und hier ist vielleicht das „Vorwissen“ hilfreich, um alles richtig zu verstehen. Außerdem kann ich „Das Wesen“ sowieso empfehlen! Die Ermittler finde ich sehr sympathisch, sie machen alles, was sie in ihrem Rahmen tun können, denn es sind zwei kleine Mädchen verschwunden und die Zeit drängt.

Mein Fazit: Bis auf den etwas zähen Einstieg fand ich das Buch super-spannend und bin nur so durchgeflogen! Das war erst der Start der Reihe und ich freue mich auf weitere Fälle aus der Cold-Case-Einheit!