⭐⭐⭐⭐⭐ Genialer Serienauftakt mit Gänsehaut-Garantie!
Arno Strobel hat es wieder geschafft! Mit „Ungelöst – Die erste Zeugin“ startet er eine neue Reihe, die mich von der ersten Seite an komplett gefesselt hat.
Besonders fasziniert hat mich die Protagonistin Luisa Menkhoff. Ihr eidetisches Gedächtnis gibt der Geschichte eine unglaubliche psychologische Tiefe – und viele ungläubige Momente für alle, die das nicht können :). Was mich als langjährigen Strobel-Fan aber absolut begeistert hat: Es tauchen viele alte Bekannte auf oder werden erwähnt! Dass wir wieder von Bernd Menkhoff hören und sogar Max Bischoff eine Rolle spielt, hat mein Fan-Herz höherschlagen lassen. Es fühlt sich wie ein Heimkommen in Strobels Thriller-Universum an – oder ein wenig wie die Fortsetzung von „Das Wesen“. Man muss das Buch aber nicht gelesen haben, alles ist wunderbar erklärt.
Die Chemie zwischen Ramin Brunner und Luisa in der neuen Cold-Case-Einheit ist einfach hervorragend. Man spürt das Knistern und die gegenseitige Ergänzung bei der Ermittlung sofort – das Team funktioniert menschlich wie fachlich perfekt und macht jetzt schon Lust auf viele weitere Fälle. Zudem gibt es interessante Nebencharaktere in Person von Sebastian Grohmann, ein herziger Typ, der mich ein wenig an Schimanski erinnert hat :), und Tewes, der recht skurril, aber sehr effektiv zu sein scheint. In Kombination mit Luisas Gedächtnis könnten diese Personen tatsächlich ein gutes, effektives Team bilden, das von der Unterschiedlichkeit der Charaktere profitiert, zumal Ramin jeder Person Raum lässt.
Der Plot ist gewohnt rasant, die Kapitel sind kurz und knackig, und die Verknüpfung von Luisas eigener Vergangenheit mit dem aktuellen Fall ist meisterhaft konstruiert. Böse Gestalten, die meisterhaft zu manipulieren wissen, sind hier absolut würdige Gegner.
Fazit: Ein absolutes Muss für alle Thriller-Fans. Die Mischung aus neuen, starken Charakteren und dem Wiedersehen mit geliebten Figuren ist perfekt gelungen. 5 Sterne ohne Wenn und Aber!