Neue Reihe mit einigen alten Bekannten
„Ungelöst. Die erste Zeugin“ knüpft an ein früheres Werk von Arno Strobel an, „Das Wesen“. Einige der damaligen Protagonisten spielen auch im aktuellen Buch wieder eine große Rolle, die ermittelnden Polizisten sind aber neu. Man muss auch überhaupt keine Vorkenntnisse mitbringen. Was man über die einzelnen Charaktere von damals wissen muss, wird hier gesagt.
Nachdem Bernd Menkhoff den Psychiater Dr. Joachim Lichner ins Gefängnis gebracht hat, ist er nun wieder entlassen worden und prompt verschwinden erneut kleine Mädchen. Natürlich fällt der Verdacht sofort wieder auf Lichner. Luisa Menkhoff, die Tochter des inzwischen verstorbenen Bernd Menkhoff, bietet der Polizei ihre Hilfe an. Durch ihr eidetisches Gedächtnis hat sie unendlich viele interessante Erinnerungen, die zur Aufklärung der Fälle führen könnten. Doch bald geschieht etwas, was darauf hinweist, dass Lichner doch nicht der Täter sein kann …
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gepackt. Ich wollte es kaum aus der Hand legen, denn die Spannung empfand ich als kontinuierlich hoch. Durch sympathische Protagonist*innen, aber auch durch schwer durchschaubare, war ich durchgehend von der Handlung gefesselt und habe mit den Ermittlern um die Entführungsopfer gebangt und gerätselt, wie alles tatsächlich zusammenhängt. Hierbei warten eine Menge überraschende Wendungen auf die Lesenden. Kaum meint man zu wissen, wer was und warum, dreht sich die Geschichte wieder komplett in eine andere Richtung. Für mich war hier kaum etwas vorhersehbar. Die einzelnen Fakten erkannte ich meistens erst, wenn der Autor mir den entscheidenden Hinweis gab.
„Ungelöst. Die erste Zeugin“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Cold Cases. Ich bin schon sehr gespannt, wann und womit es weitergeht.
Fazit:
Sehr spannende Unterhaltung für alle Thrillerfans, die nicht unbedingt tiefschürfende Kost brauchen, sondern einfach mal vom Alltag abschalten wollen.