Keine Geschichte über Migration
Das sehr bunte Cover bereitet auf einen beschwingten Sommerroman vor. Nicht ganz stimmig zum Klappentext, der deutet unmissverständlich ernstere Themen an. Ich bin jetzt überzeugt, die Autorin hat eine interessante Geschichte zu erzählen. Bis Seite 15 allerdings geht es eher um die Schwierigkeit, mit arabischem Namen in Deutschland ein Buch zu veröffentlichen, das nicht die Migration zum Thema hat. Ich beginne, etwas überraschend Anderes zu erwarten. Eine Familiengeschichte, in der die lange unsichtbare Oma zwar niedliche Geschenke macht, aber den Papa schlecht redet. Mit dieser Konstellation - erzählt aus den Augen einer Vierjährigen - baut sie Spannung auf. Nur leider ist ihr Kapitel am Pool nicht sehr gekonnt formuliert und zu durchschaubar. Ich fürchte, sie hat eher andere Talente als das Schreiben…