Kindheit zwischen Traum und Realität
Die Leseprobe liest sich überraschend leicht, obwohl sie große Themen verhandelt. Safia Al Bagdadi erzählt mit viel Humor und Selbstironie von einer Kindheit zwischen Kulturen, Erwartungen und familiären Gegensätzen. Laylas Blick auf ihren charismatischen, oft großspurig träumenden Vater und die elegante, widersprüchliche Mutter ist liebevoll, aber nie verklärt. Besonders schön fand ich die Mischung aus Witz und Melancholie: Man lacht über die absurden Versprechen vom Haus mit Rutsche und spürt gleichzeitig, wie brüchig diese Welt ist. Der Ton ist persönlich, nah und sehr lebendig, ohne schwer zu wirken. Ein Roman, der sich leicht anfühlt und trotzdem lange nachhallt.