amüsant und tiefgründig
Die Geschichte mutet wie ein Selbstporträt an, geschildert aus der beschreibenden Sichtweise der Protagonistin. Der Schreibstil ist locker und amüsant. Nicht selten musste ich beim Lesen grinsen oder lachen. Eine selbstironische Sichtweise, obwohl die Protagonistin Layla ein psychisches Problem hat, welches durch ihr Leben mit den sehr unterschiedlichen Kulturen ihrer Mutter und ihres Vaters zustande gekommen ist. Besonders ihr Vater, der seine eigene Kultur und Religion während des Zusammenlebens in Deutschland immer unterdrückt oder geleugnet hat, enttäuscht Layla immer wieder mit teils sehr überzogenen Versprechen und dadurch geplatzten Hoffnungen. Besonders den mittleren Teil des Buches fand ich richtig interessant zu lesen. Die Erlebnisse im Irak und das Kennenlernen mit der Familite väterlicherseits haben mich richtig in ihren Bann gezogen. Ein richtiges Ende der Geschichte gab es für mein Empfinden leider nicht. Die Geschichte ist eher eine Reise durch die Persönlichkeit von Layla, mit Beginn im Kindesalter bis zum erzählerischen Jetzt-Zeitpunkt.