Berührende Familiengeschichte mit autobiografischen Zügen
Die Autorin Safia al Bagdadi hat mit "Unser Haus mit Rutsche" ein sehr emotionales Buch mit sicherlich jeder Menge autobiografischen Zügen vorgelegt.
Einfühlsam und jederzeit unterhaltsam erzählt al Bagdadi die Geschichte von Layla Beni Sayed, in Saarbrücken geborene und aufwachsende Tochter eines irakischen Vaters, der in der 1980/90er Jahren von großen Geschäften mit den arabischen Länder träumt, und einer französischen Mutter aus dem gehobenen "Geldadel" auf zwei Zeitebenen.
Ihre Eltern sind damals ein - so kommt es Layla zumindest vor - glamouröses Paar. Ihre Mutter eine elegante, unnahbare Schönheit, ihr Vater ein Menschenfänger mit vielen Freunden und Bekannten. Laylas Vater hat große Pläne, er steht mit seinen Karriereplänen als großer Geschäftemacher jederzeit unmittelbar vor dem Durchbruch. Bis irgendwann die Golfkrise 1990 im Nahen Osten alles ändert.
Heute ist Layla Künstlerin. Sie lebt seit einiger Zeit in Paris und wird regelmäßig von den "Dämonen" der Kindheit - in erster Linie der Enttäuschung über Ihren Vater und dessen allmählicher Radikalisierung heimgesucht. Sie hat Erfolg, großen Erfolg sogar, aber psychische Probleme, wahrscheinlich Bindungsangst und Angst vor dem Erfolg. Diese Ängste - das wird im Verlaufe der Geschichte immer deutlicher - haben ihren Ursprung in der Beziehung zu ihrem Vater.
"Unser Haus mit Rutsche" erzählt die hochspannende Geschichte von Layla Beni Sayed ruhig, flüssig, teils kindlich naiv, teil aber auch sehr tiefgründig intensiv. Obwohl viele Zusammenhänge nur angedeutet werden, kann der Leser zwischen den Zeilen eine intensive, leider auch gestörte Verbindung zwischen allen Protagonisten herauslesen. Im Klappentext steht "Irgendwann und irgendwo hat ihr (Laylas) Leben die falsche Abzweigung genommen". Das sehe ich nicht so - es ist einfach das Leben, das gradlinig diese Richtung eingeschlagen hat und das Layla erst jetzt, wo sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr zu ihrem einstmals über alles geliebten "Babe" hat, langsam zu verstehen beginnt.
Ein wunderbares, sehr tiefgründiges Buch.
Einfühlsam und jederzeit unterhaltsam erzählt al Bagdadi die Geschichte von Layla Beni Sayed, in Saarbrücken geborene und aufwachsende Tochter eines irakischen Vaters, der in der 1980/90er Jahren von großen Geschäften mit den arabischen Länder träumt, und einer französischen Mutter aus dem gehobenen "Geldadel" auf zwei Zeitebenen.
Ihre Eltern sind damals ein - so kommt es Layla zumindest vor - glamouröses Paar. Ihre Mutter eine elegante, unnahbare Schönheit, ihr Vater ein Menschenfänger mit vielen Freunden und Bekannten. Laylas Vater hat große Pläne, er steht mit seinen Karriereplänen als großer Geschäftemacher jederzeit unmittelbar vor dem Durchbruch. Bis irgendwann die Golfkrise 1990 im Nahen Osten alles ändert.
Heute ist Layla Künstlerin. Sie lebt seit einiger Zeit in Paris und wird regelmäßig von den "Dämonen" der Kindheit - in erster Linie der Enttäuschung über Ihren Vater und dessen allmählicher Radikalisierung heimgesucht. Sie hat Erfolg, großen Erfolg sogar, aber psychische Probleme, wahrscheinlich Bindungsangst und Angst vor dem Erfolg. Diese Ängste - das wird im Verlaufe der Geschichte immer deutlicher - haben ihren Ursprung in der Beziehung zu ihrem Vater.
"Unser Haus mit Rutsche" erzählt die hochspannende Geschichte von Layla Beni Sayed ruhig, flüssig, teils kindlich naiv, teil aber auch sehr tiefgründig intensiv. Obwohl viele Zusammenhänge nur angedeutet werden, kann der Leser zwischen den Zeilen eine intensive, leider auch gestörte Verbindung zwischen allen Protagonisten herauslesen. Im Klappentext steht "Irgendwann und irgendwo hat ihr (Laylas) Leben die falsche Abzweigung genommen". Das sehe ich nicht so - es ist einfach das Leben, das gradlinig diese Richtung eingeschlagen hat und das Layla erst jetzt, wo sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr zu ihrem einstmals über alles geliebten "Babe" hat, langsam zu verstehen beginnt.
Ein wunderbares, sehr tiefgründiges Buch.