Es ist kompliziert
Layla ist Anfang 40, Buchautorin (aber nur unter einem Pseudonym schreibend) und angehender Schauspiel-Star (aber erst in den Träumen). Sie führt ein sprunghaftes und unstetes Leben. In ihren Sitzungen bei ständig wechselnden Therapeutinnen blickt sie zurück auf ihr Leben. Ihre Kindheit verbrachte sie in Saarbrücken. Dort lebte sie mit dem Irakischen Vater, einem windigen Geschäftsmann mit immer neuen, wilden Ideen und ihrer Mutter, einer eleganten, aber unnahbaren Französin. Und dann gibt es noch den kleinen Bruder, liebevoll "Seestern" genannt.
Der Roman zeigt, wie Kinder aus Migrationsfamilien überall ein Stückweit fremd bleiben. Sowohl in der neuen Heimat, als auch in der Herkunftsfamilie fehlt oft das tiefe Zugehörigkeitsgefühl. Die Lage der Familie spitzt sich Anfang der 90er-Jahre zu, als mit der Kuwaitkrise und dem Golfrieg das finanzielle Auskommen des Vaters gefährdet wird und nicht nur die Weltpolitik, sondern auch das Familiengefüge ernsthaft auf die Probe gestellt werden.
Diese Roman ist totz aller Ernsthaftigkeit und der traurigen geschichtlichen Hintergründe ein urkomisches Werk. Die mutmasslich stark autobiografischen Erlebnisse verpackt die Autorin mit scharfsinniger Beobachtungsgabe für alles Menschliche und köstlichen Dialogen in ein Buch, das mich an vielen Stellen innehalten und lachen liess. Es war ein Vergnügen, in den Kosmos dieser komplizierten Familie wischen Saarland, Bagdad und Paris einzutauchen und dort zu verweilen.
Der Roman zeigt, wie Kinder aus Migrationsfamilien überall ein Stückweit fremd bleiben. Sowohl in der neuen Heimat, als auch in der Herkunftsfamilie fehlt oft das tiefe Zugehörigkeitsgefühl. Die Lage der Familie spitzt sich Anfang der 90er-Jahre zu, als mit der Kuwaitkrise und dem Golfrieg das finanzielle Auskommen des Vaters gefährdet wird und nicht nur die Weltpolitik, sondern auch das Familiengefüge ernsthaft auf die Probe gestellt werden.
Diese Roman ist totz aller Ernsthaftigkeit und der traurigen geschichtlichen Hintergründe ein urkomisches Werk. Die mutmasslich stark autobiografischen Erlebnisse verpackt die Autorin mit scharfsinniger Beobachtungsgabe für alles Menschliche und köstlichen Dialogen in ein Buch, das mich an vielen Stellen innehalten und lachen liess. Es war ein Vergnügen, in den Kosmos dieser komplizierten Familie wischen Saarland, Bagdad und Paris einzutauchen und dort zu verweilen.