Fragmentarische Erinnerungen
Unser Haus mit Rutsche erzählt aus Laylas Sicht vor allem viel aus ihrer Kindheit.
Laylas Hintergrund ist auf jeden Fall interessant - und der gleiche, den auch die Autorin besitzt: Ihre Mutter ist Französin, der Vater stammt aus dem Irak und die aus den Eltern, Layla und dem jüngeren Bruder Nouri (den Layla ständig "den Seestern" nennt) bestehende Familie lebt in Saarbrücken.
Ausgehend von dem Jetzt, in dem die erwachsene Layla in Paris lebt, sich mit Suizid Gedanken trägt und eine Therapie macht, führt uns die Autorin tief in die Kindheit der Figur Layla. Dabei fällt vor allem auf, dass die junge Layla ihren Vater sehr stark idealisiert hat, bis es zu einer starken Veränderung seines Wesens kam, die in die Zeit ihrer Pubertät fiel.
Wir lesen über mehrere schwierige Weihnachtsfeste im Kreis der steifen französischen Verwandtschaft und als krassen Gegensatz dazu den einen Besuch über die Osterferien im Irak bei der großen und ganz anderen väterlichen Seite der Familie. Dieser Kontrast war spannend zu lesen und hat mir vor allem den Mittelteil des Buches sehr interessant gemacht.
Die Geschichte bricht aber meiner Meinung nach leider ab an der Stelle, als es "spannend" wird und es zum Bruch zwischen Layla und ihrem Vater kommt und dem Zerfallen ihrer Kernfamilie. Einiges wird bereits am Anfang vorweggenommen, dann aber nicht mehr weiter ausgeführt, was ich sehr schade fand. Die Sprache und vor allem die Stellen im Mittelteil, die vermutlich autobiographisch inspiriert wurden, haben mir gefallen. Allerdings wirkten die vielen Fragen, die die junge Layla vor allem in ihrer Zeit bei der irakischen Familie, aber auch später im Dialog mit dem Vater, stellt, manchmal stark konstruiert und gingen mir dann auch gegen Ende mehr und mehr auf die Nerven.
Auch, dass der jüngere Bruder durch den Spitznamen Seestern so entmenschlicht wurde, fand ich unangebracht, zumal es eine Stelle gibt, in der die erwachsene Layla ihn ebenfalls fast so nennt in einem Therapiegespräch, bevor sie sich schnell verbessert.
Alles in allem muss ich sagen, dass ich am Ende der kurzen Lektüre leider etwas ratlos war und deswegen nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und 3 Sterne vergeben kann.
Laylas Hintergrund ist auf jeden Fall interessant - und der gleiche, den auch die Autorin besitzt: Ihre Mutter ist Französin, der Vater stammt aus dem Irak und die aus den Eltern, Layla und dem jüngeren Bruder Nouri (den Layla ständig "den Seestern" nennt) bestehende Familie lebt in Saarbrücken.
Ausgehend von dem Jetzt, in dem die erwachsene Layla in Paris lebt, sich mit Suizid Gedanken trägt und eine Therapie macht, führt uns die Autorin tief in die Kindheit der Figur Layla. Dabei fällt vor allem auf, dass die junge Layla ihren Vater sehr stark idealisiert hat, bis es zu einer starken Veränderung seines Wesens kam, die in die Zeit ihrer Pubertät fiel.
Wir lesen über mehrere schwierige Weihnachtsfeste im Kreis der steifen französischen Verwandtschaft und als krassen Gegensatz dazu den einen Besuch über die Osterferien im Irak bei der großen und ganz anderen väterlichen Seite der Familie. Dieser Kontrast war spannend zu lesen und hat mir vor allem den Mittelteil des Buches sehr interessant gemacht.
Die Geschichte bricht aber meiner Meinung nach leider ab an der Stelle, als es "spannend" wird und es zum Bruch zwischen Layla und ihrem Vater kommt und dem Zerfallen ihrer Kernfamilie. Einiges wird bereits am Anfang vorweggenommen, dann aber nicht mehr weiter ausgeführt, was ich sehr schade fand. Die Sprache und vor allem die Stellen im Mittelteil, die vermutlich autobiographisch inspiriert wurden, haben mir gefallen. Allerdings wirkten die vielen Fragen, die die junge Layla vor allem in ihrer Zeit bei der irakischen Familie, aber auch später im Dialog mit dem Vater, stellt, manchmal stark konstruiert und gingen mir dann auch gegen Ende mehr und mehr auf die Nerven.
Auch, dass der jüngere Bruder durch den Spitznamen Seestern so entmenschlicht wurde, fand ich unangebracht, zumal es eine Stelle gibt, in der die erwachsene Layla ihn ebenfalls fast so nennt in einem Therapiegespräch, bevor sie sich schnell verbessert.
Alles in allem muss ich sagen, dass ich am Ende der kurzen Lektüre leider etwas ratlos war und deswegen nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und 3 Sterne vergeben kann.