Haus ein, Haus aus.
Schon am Anfang dieses Buches merkt man, dass diese Familie nicht gewöhnlich ist. Der Vater wirkt wie ein Mensch, der immer neue Träume hat, auch wenn vieles davon eher verrückt klingt oder am Ende scheitert. Die Mutter kommt aus einer ganz anderen Welt, und genau dieses Dazwischen macht das Buch für mich interessant.
Ich fand die Geschichte gleichzeitig warm, traurig und stellenweise auch sehr komisch. Gerade diese Mischung gefällt mir. Es geht nicht einfach nur um Kindheit oder Familie, sondern auch darum, wie es ist, zwischen verschiedenen Kulturen, Hoffnungen und Wirklichkeiten groß und erwachsen zu werden. Das klingt erst mal leicht, aber eigentlich steckt viel darin.
Was mir an diesem Roman gefällt, ist wahrscheinlich genau diese scheinbare Leichtigkeit. Man hat das Gefühl, dass die Autorin mit viel Gefühl erzählt, aber ohne zu schwer oder überladen zu schreiben. Für mich klingt das nach einem Buch, das zugleich unterhält und berührt. „Unser Haus mit Rutsche“ ist aus meiner Sicht ein Roman, der von außen leicht wirkt, aber innerlich viel bewegt. Eine Familiengeschichte mit Humor, Melancholie und einem Blick dafür, wie nah Glück und Unsicherheit manchmal beieinanderliegen.