Rutschen, Träume und Familienleben

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apfelmaus Avatar

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Das Buch erzählt eine Familiengeschichte aus Saarbrücken, geprägt von multikulturellen Einflüssen: die Mutter ist Französin, der Vater kommt aus dem Irak. Erzählt wird aus der Sicht der Kinder, was die Erlebnisse aus einer sehr persönlichen und manchmal unbeschwerten Perspektive zeigt. Das Cover ist fröhlich und bunt, die große Rutsche am Wasser vermittelt direkt die kindliche Sicht und lädt zum Eintauchen ein.

Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeitebenen – Kindheit und Erwachsenenleben – und schildert die Familie aus Sicht der Tochter. Der Erzählstil ist flüssig und leicht verständlich, auch wenn die zahlreichen Zeitsprünge und die chaotische Familienstruktur teilweise verwirrend wirken. Die Figuren sind authentisch und nachvollziehbar, ihre kulturellen Prägungen und Schwankungen werden glaubwürdig dargestellt. Humorvolle Momente lockern die ernsteren Themen auf, und es gibt interessante Einblicke in den Umgang mit Familie, Tradition und persönlichen Konflikten.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht vollständig fesseln. Die vielen Sprünge und die teils chaotische Struktur machen es etwas anstrengend zu folgen, und die Geschichte konnte nicht komplett überzeugen. Wer sich für multikulturelle Familiengeschichten interessiert, findet hier durchaus Einblicke, doch für mich persönlich war es eher nicht das Buch, das ich weiterempfehlen würde.