relevant, authentisch, aufwühlend, feministisch - must read!
Das Cover in Kombi mit dem Titel hat mich sofort angesprochen, zumal ich viel in die Richtung Feminismus und Mental Health vorstelle und rezensiere. Die ersten Seiten haben mich zunächst zum nachdenken gebracht, in wie weit SoMe und SkinnyTok heute einen radikalen Einfluss auf Teenager haben, während ich selbst als Millenial ganz ohne SoMe aufgewachsen bin. Ich habe das Gefühl, dass es diese Schönheitsideale damals noch gar nicht gab, oder sie mir erst später klargeworden sind, indem Männer und Frauen darauf hingewiesen haben und an anderen plötzlich Kritik für ihre Körper ausgeübt wurde. Schlimm finde ich im Kapitel, wie Frauen ihren Wert durch ihr Äußeres messen und sich plötzlich nur noch darauf konzentrieren, als würden sie absichtlich vom Patriarchat abgelenkt werden, die Industrie unterstützen und sich gegeneinander wenden. Der Körper als Zuhause ist als Zitat besonders hängen geblieben. Auch, dass sich 74 % der Mädchen (nicht Frauen) zu dick fühlen, erschreckt. zu dick im Vergleich wozu? Mir gefällt der Vergleich der verschiedenen Epochen, wodurch deutlich wird, dass es kein reales Schönheitsideal gibt, sondern es von Jahrzehnt zu Jahrzehnt unterschiedlich ist und dadurch schlichtweg nicht existieren kann und nichts anderes als künstlich ist.