Die Wahrheit über unsere Körper
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich etwas gewehrt habe, dieses Hörbuch anzuhören. Natürlich hat es damit etwas zu tun, dass ich die Thematik unangenehm finde und ich auch nicht verneinen kann, dass ich das Thema gerne verdränge. Aber auch deswegen, weil es mir in meinem zugegebenermaßen gut gebildeten und akademischen Umfeld gut gelingt, Körper nicht zu thematisieren, weil jede*r doch so sein kann, wie sie oder er ist.
Klarerweise war mir bewusst, dass das aber nicht üblich ist, dass - auch wenn ich mich Körperbewertungen persönlich entziehe - es trotzdem für viele Frauen ein belastendes Thema ist. Wir alle werden bewertet, völlig egal ob wir dick oder dünn sind, ob wir Schönheitsidealen entsprechen oder nicht. Denn das ist die Quintessenz aus dem Buch - egal, was wir äußerlich "leisten" oder nicht, wir als Frauen werden immer bewertet. Und wir bewerten uns selbst, weil es uns in den patriarchalen Strukturen, in denen wir seit Jahrtausenden leben, so gewohnt sind, es uns sozialisiert worden ist.
Besonders eindringlich bleibt mir das erzählte Beispiel von den Fidschi-Inseln in Erinnerungen. Hier erzählt die Autorin von einer wissenschaftlichen Studie. In den 1990ern wurden auf den Fidschi-Inseln, wo es zu dieser Zeit kein "westliches" Fernsehen gab, Schülerinnen befragt, wie sie zu ihren Körpern stehen. Das gängige Schönheitsideal war zu dieser Zeit ein rundliches, wohlgenährtes und beinahe alle Schülerinnen waren zufrieden mit ihrem Körpern, solange er rundlich war. Nur wenige Jahre später, als das westliche geprägte Fernsehen auch auf den Fidschis Einzug gehalten hatte, wurde die Umfrage erneut durchgeführt. Und es zeigte sich: viele Schülerinnen fühlten sich viel zu dick, litten teilweise sogar an Essstörungen. Das zeigt: wie wir Körper sehen, ist "einfach" sozialisiert und vor allem: von Männern geprägt.
Louisa Dellert war selbst Fitness-Influencerin und berichtete jahrelang auf ihrem Insta-Account von ihrem Körperwahn. In "Unshame" berichtet sie uns nicht nur glaubhaft, sondern auch eindringlich, wie manipulativ sämtliche vermittelte Körperideale sind. Sie erklärt historische Entwicklungen, patriarchale Einengungen und Body Positivity anschaulich und nachvollziehbar, macht uns darauf aufmerksam, dass es niemals darum geht, jemanden gefallen zu müssen und dass es essentiell ist, immer das Individuum und dessen körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen zu betrachten.
Auch wenn ich es erst nicht wahrhaben wollte, ist diese Buch ein so wichtiger Beitrag dafür, uns als Individuum anzuerkennen und uns klar zu machen, dass wir niemals wie "alle" sein können, dass wir niemals "genug" sein können, solange wir uns nicht selbst so akzeptieren, wie wir sind. Und dass wir gesellschaftlichen Zwängen unterliegen, gegen die wir uns auch wehren müssen. Dass die Scham nicht nur die Seite wechseln muss, sondern ganz verschwinden, wir uns nicht aufdrücken lassen müssen, was wir nicht sind!
Abschließend - neben der essentiellen Thematik - ist zum Hörbuch zu sagen, dass die Sprecherin Luise Georgi das Buch mitreißend und eindringlich einspricht und mit ihrer Eindringlichkeit jede mitreißt, die sich auf die schambehaftete Thematik einlässt. Das Buch - ob gelesen oder gehört - ist für jede Frau, die bereit ist, ihren Horizont zu erweitern, nicht nur ein schmerzlicher Genuss, sondern ein absolutes Muss!
Klarerweise war mir bewusst, dass das aber nicht üblich ist, dass - auch wenn ich mich Körperbewertungen persönlich entziehe - es trotzdem für viele Frauen ein belastendes Thema ist. Wir alle werden bewertet, völlig egal ob wir dick oder dünn sind, ob wir Schönheitsidealen entsprechen oder nicht. Denn das ist die Quintessenz aus dem Buch - egal, was wir äußerlich "leisten" oder nicht, wir als Frauen werden immer bewertet. Und wir bewerten uns selbst, weil es uns in den patriarchalen Strukturen, in denen wir seit Jahrtausenden leben, so gewohnt sind, es uns sozialisiert worden ist.
Besonders eindringlich bleibt mir das erzählte Beispiel von den Fidschi-Inseln in Erinnerungen. Hier erzählt die Autorin von einer wissenschaftlichen Studie. In den 1990ern wurden auf den Fidschi-Inseln, wo es zu dieser Zeit kein "westliches" Fernsehen gab, Schülerinnen befragt, wie sie zu ihren Körpern stehen. Das gängige Schönheitsideal war zu dieser Zeit ein rundliches, wohlgenährtes und beinahe alle Schülerinnen waren zufrieden mit ihrem Körpern, solange er rundlich war. Nur wenige Jahre später, als das westliche geprägte Fernsehen auch auf den Fidschis Einzug gehalten hatte, wurde die Umfrage erneut durchgeführt. Und es zeigte sich: viele Schülerinnen fühlten sich viel zu dick, litten teilweise sogar an Essstörungen. Das zeigt: wie wir Körper sehen, ist "einfach" sozialisiert und vor allem: von Männern geprägt.
Louisa Dellert war selbst Fitness-Influencerin und berichtete jahrelang auf ihrem Insta-Account von ihrem Körperwahn. In "Unshame" berichtet sie uns nicht nur glaubhaft, sondern auch eindringlich, wie manipulativ sämtliche vermittelte Körperideale sind. Sie erklärt historische Entwicklungen, patriarchale Einengungen und Body Positivity anschaulich und nachvollziehbar, macht uns darauf aufmerksam, dass es niemals darum geht, jemanden gefallen zu müssen und dass es essentiell ist, immer das Individuum und dessen körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen zu betrachten.
Auch wenn ich es erst nicht wahrhaben wollte, ist diese Buch ein so wichtiger Beitrag dafür, uns als Individuum anzuerkennen und uns klar zu machen, dass wir niemals wie "alle" sein können, dass wir niemals "genug" sein können, solange wir uns nicht selbst so akzeptieren, wie wir sind. Und dass wir gesellschaftlichen Zwängen unterliegen, gegen die wir uns auch wehren müssen. Dass die Scham nicht nur die Seite wechseln muss, sondern ganz verschwinden, wir uns nicht aufdrücken lassen müssen, was wir nicht sind!
Abschließend - neben der essentiellen Thematik - ist zum Hörbuch zu sagen, dass die Sprecherin Luise Georgi das Buch mitreißend und eindringlich einspricht und mit ihrer Eindringlichkeit jede mitreißt, die sich auf die schambehaftete Thematik einlässt. Das Buch - ob gelesen oder gehört - ist für jede Frau, die bereit ist, ihren Horizont zu erweitern, nicht nur ein schmerzlicher Genuss, sondern ein absolutes Muss!