Ein guter Einstieg, der mir nicht weit genug geht
Louisa Dellert beschäftigt sich in "Unshame" mit Schönheitsidealen und der Frage, warum gerade weibliche Körper ständig bewertet werden. Dabei geht es unter anderem um Bodyshaming, Diätkultur, Beauty-Trends, Social Media, Schönheitsoperationen oder das Älterwerden. Dellert verbindet diese Themen mit eigenen Erfahrungen, auch aus ihrer Zeit als Fitness-Influencerin, sowie mit historischen Hintergründen, Studien und feministischen Positionen.
Grundsätzlich finde ich vieles davon wichtig und richtig. Gerade jüngere Leserinnen oder Menschen, die viel auf Social Media unterwegs sind und sich bisher wenig mit der Entstehung von Schönheitsidealen beschäftigt haben, werden hier vermutlich gut abgeholt. Das Buch ist leicht zugänglich, persönlich geschrieben und die verschiedenen Themen passen durchaus zusammen, weil sie letztlich alle zeigen, wie stark unser Blick auf Körper gesellschaftlich geprägt ist.
Mir persönlich fehlte allerdings häufig der nächste Schritt. Viele Probleme werden benannt und mit persönlichen Erfahrungen oder Beispielen illustriert, bei den Ursachen und Zusammenhängen landet das Buch für meinen Geschmack aber zu oft bei der gleichen Schlussfolgerung. Mich hätte stärker interessiert, wie Sozialisation, wirtschaftliche Interessen, Medien, Gruppendynamiken und andere Faktoren konkret ineinandergreifen. Dafür bleibt "Unshame" an vielen Stellen zu sehr an der Oberfläche.
Vielleicht passe ich vom Alter her, ohne Social Media und ohne besonderes Interesse an Beauty-Trends auch einfach nicht perfekt zur Zielgruppe. Eine wissenschaftliche Abhandlung hätte ich trotzdem gar nicht gebraucht. Sehr gern hätte ich aber am Ende der einzelnen Themen Hinweise auf weiterführende Bücher oder konkrete Studien gefunden. Dann hätte "Unshame" nicht selbst alles in der Tiefe behandeln müssen, sondern wäre neben einem niedrigschwelligen Einstieg gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit einzelnen Aspekten gewesen.
Schlecht finde ich das Buch deshalb keineswegs. Es stellt wichtige Fragen, bietet Denkanstöße und dürfte gerade für Einsteigerinnen einiges bereithalten. Die teilweise überschwängliche Begeisterung kann ich persönlich trotzdem nicht teilen. Dafür waren mir viele Erkenntnisse bereits bekannt und die weiterführende Analyse zu knapp. Ein gutes Einstiegsbuch zu einem wichtigen Thema - inhaltlich hatte ich mir allerdings etwas mehr davon erhofft.
Grundsätzlich finde ich vieles davon wichtig und richtig. Gerade jüngere Leserinnen oder Menschen, die viel auf Social Media unterwegs sind und sich bisher wenig mit der Entstehung von Schönheitsidealen beschäftigt haben, werden hier vermutlich gut abgeholt. Das Buch ist leicht zugänglich, persönlich geschrieben und die verschiedenen Themen passen durchaus zusammen, weil sie letztlich alle zeigen, wie stark unser Blick auf Körper gesellschaftlich geprägt ist.
Mir persönlich fehlte allerdings häufig der nächste Schritt. Viele Probleme werden benannt und mit persönlichen Erfahrungen oder Beispielen illustriert, bei den Ursachen und Zusammenhängen landet das Buch für meinen Geschmack aber zu oft bei der gleichen Schlussfolgerung. Mich hätte stärker interessiert, wie Sozialisation, wirtschaftliche Interessen, Medien, Gruppendynamiken und andere Faktoren konkret ineinandergreifen. Dafür bleibt "Unshame" an vielen Stellen zu sehr an der Oberfläche.
Vielleicht passe ich vom Alter her, ohne Social Media und ohne besonderes Interesse an Beauty-Trends auch einfach nicht perfekt zur Zielgruppe. Eine wissenschaftliche Abhandlung hätte ich trotzdem gar nicht gebraucht. Sehr gern hätte ich aber am Ende der einzelnen Themen Hinweise auf weiterführende Bücher oder konkrete Studien gefunden. Dann hätte "Unshame" nicht selbst alles in der Tiefe behandeln müssen, sondern wäre neben einem niedrigschwelligen Einstieg gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit einzelnen Aspekten gewesen.
Schlecht finde ich das Buch deshalb keineswegs. Es stellt wichtige Fragen, bietet Denkanstöße und dürfte gerade für Einsteigerinnen einiges bereithalten. Die teilweise überschwängliche Begeisterung kann ich persönlich trotzdem nicht teilen. Dafür waren mir viele Erkenntnisse bereits bekannt und die weiterführende Analyse zu knapp. Ein gutes Einstiegsbuch zu einem wichtigen Thema - inhaltlich hatte ich mir allerdings etwas mehr davon erhofft.