Ein wichtiges Buch - nicht nur für Frauen
Auf „Unshame – Wie wir uns von Idealen befreien und den weiblichen Körper wertschätzen“ bin ich tatsächlich zuerst durch das Cover aufmerksam geworden. Louisa Dellert kannte ich vorher nicht, umso gespannter war ich auf dieses mit knapp 100 Seiten recht kurze Buch. Und ich muss sagen: Es hat mich nicht nur sehr kurzweilig unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht.
Denn das Thema könnte kaum aktueller sein. Instagram, TikTok, Snapchat und Co. gaukeln uns tagtäglich eine perfekte und makellose Welt vor, die mit der Realität häufig nur noch wenig zu tun hat. Gerade junge Menschen, die nach 2010 geboren wurden, kennen eine Welt ohne Smartphone und soziale Medien überhaupt nicht mehr. Filter, Optimierungen und vermeintlich perfekte Körper gehören für sie ganz selbstverständlich zum Alltag. Und irgendwann kann das dazu führen, dass einem das eigene, ungefilterte Spiegelbild nicht mehr gefällt.
Wie real dieses Problem ist, erlebe ich sogar in meinem persönlichen Umfeld. Eine meiner engen Freundinnen fotografiert sich sehr häufig, benutzt dabei aber so starke Filter, dass sie auf den Bildern teilweise nur noch entfernt so aussieht wie im wirklichen Leben. Wenn ich sie frage, warum sie sich so stark verändert, lautet ihre Antwort schlicht: Weil sie sich ohne Filter nicht gefällt. Ich finde das unglaublich traurig – und genau solche Erfahrungen zeigen mir, wie wichtig ein Buch wie dieses inzwischen geworden ist.
Louisa Dellert geht aber noch einen Schritt weiter und zeigt, wie früh unsere Vorstellungen davon geprägt werden, wie Mädchen und Frauen zu sein haben. Mädchen sollen süß aussehen, hübsch angezogen und ordentlich sein, während ein Junge ruhig toben, sich dreckig machen und auch mal „gut im Futter“ sein darf. Barbie und Matchbox-Autos, Kinderküche und Fußball – schon früh lernen wir ganz nebenbei, was angeblich von uns erwartet wird. Und vieles davon tragen wir später unbewusst weiter.
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen, informativen Kapitel. Am Ende fast jedes Kapitels gibt es konkrete Anregungen dazu, was wir selbst verändern können. Manchmal beginnt das tatsächlich nur im eigenen Kopf. Zum Beispiel dann, wenn wir eine andere Frau ansehen und sie gedanklich sofort bewerten: zu dick, zu dünn, zu ungepflegt, zu künstlich … Warum machen wir das eigentlich? Und warum fällt es uns so schwer, auch mit uns selbst freundlicher umzugehen?
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Für meinen Geschmack wird der Instagram-Account der Autorin etwas zu häufig erwähnt. Manchmal habe ich mich gefragt, ob das wirklich immer für das jeweilige Thema notwendig ist oder vielleicht doch auch ein wenig der Gewinnung neuer Follower dient. Das hätte ich persönlich nicht so oft gebraucht. Der wichtigen Botschaft des Buches tut das für mich jedoch keinen Abbruch.
Ich würde mir wünschen, dass übrigens auch viele Männer dieses Buch lesen – auch wenn ich fürchte, dass das eher Wunschdenken bleiben wird. Deshalb: Kaufen wir es unseren Töchtern und den jungen Mädchen, die im Teenageralter anfangen, mit ihrem Körper und ihren vermeintlichen Problemzonen zu hadern. Schenken wir es jungen Frauen, die lernen dürfen, sich selbst wieder mehr wertzuschätzen. Und lesen wir es auch selbst, denn vermutlich sind die wenigsten von uns vollkommen frei von diesen eingefahrenen Denkweisen.
Knapp 100 Seiten, die eine wichtige Botschaft vermitteln und im besten Fall noch lange nach dem Zuklappen etwas im eigenen Denken verändern.
Von mir gibt es dafür 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Denn das Thema könnte kaum aktueller sein. Instagram, TikTok, Snapchat und Co. gaukeln uns tagtäglich eine perfekte und makellose Welt vor, die mit der Realität häufig nur noch wenig zu tun hat. Gerade junge Menschen, die nach 2010 geboren wurden, kennen eine Welt ohne Smartphone und soziale Medien überhaupt nicht mehr. Filter, Optimierungen und vermeintlich perfekte Körper gehören für sie ganz selbstverständlich zum Alltag. Und irgendwann kann das dazu führen, dass einem das eigene, ungefilterte Spiegelbild nicht mehr gefällt.
Wie real dieses Problem ist, erlebe ich sogar in meinem persönlichen Umfeld. Eine meiner engen Freundinnen fotografiert sich sehr häufig, benutzt dabei aber so starke Filter, dass sie auf den Bildern teilweise nur noch entfernt so aussieht wie im wirklichen Leben. Wenn ich sie frage, warum sie sich so stark verändert, lautet ihre Antwort schlicht: Weil sie sich ohne Filter nicht gefällt. Ich finde das unglaublich traurig – und genau solche Erfahrungen zeigen mir, wie wichtig ein Buch wie dieses inzwischen geworden ist.
Louisa Dellert geht aber noch einen Schritt weiter und zeigt, wie früh unsere Vorstellungen davon geprägt werden, wie Mädchen und Frauen zu sein haben. Mädchen sollen süß aussehen, hübsch angezogen und ordentlich sein, während ein Junge ruhig toben, sich dreckig machen und auch mal „gut im Futter“ sein darf. Barbie und Matchbox-Autos, Kinderküche und Fußball – schon früh lernen wir ganz nebenbei, was angeblich von uns erwartet wird. Und vieles davon tragen wir später unbewusst weiter.
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen, informativen Kapitel. Am Ende fast jedes Kapitels gibt es konkrete Anregungen dazu, was wir selbst verändern können. Manchmal beginnt das tatsächlich nur im eigenen Kopf. Zum Beispiel dann, wenn wir eine andere Frau ansehen und sie gedanklich sofort bewerten: zu dick, zu dünn, zu ungepflegt, zu künstlich … Warum machen wir das eigentlich? Und warum fällt es uns so schwer, auch mit uns selbst freundlicher umzugehen?
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Für meinen Geschmack wird der Instagram-Account der Autorin etwas zu häufig erwähnt. Manchmal habe ich mich gefragt, ob das wirklich immer für das jeweilige Thema notwendig ist oder vielleicht doch auch ein wenig der Gewinnung neuer Follower dient. Das hätte ich persönlich nicht so oft gebraucht. Der wichtigen Botschaft des Buches tut das für mich jedoch keinen Abbruch.
Ich würde mir wünschen, dass übrigens auch viele Männer dieses Buch lesen – auch wenn ich fürchte, dass das eher Wunschdenken bleiben wird. Deshalb: Kaufen wir es unseren Töchtern und den jungen Mädchen, die im Teenageralter anfangen, mit ihrem Körper und ihren vermeintlichen Problemzonen zu hadern. Schenken wir es jungen Frauen, die lernen dürfen, sich selbst wieder mehr wertzuschätzen. Und lesen wir es auch selbst, denn vermutlich sind die wenigsten von uns vollkommen frei von diesen eingefahrenen Denkweisen.
Knapp 100 Seiten, die eine wichtige Botschaft vermitteln und im besten Fall noch lange nach dem Zuklappen etwas im eigenen Denken verändern.
Von mir gibt es dafür 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.