Enttäuschend!
Die Leseprobe zu "Unsichtbare Musen" hat mich einfach nur enttäuscht hinterlassen. Ich hatte ein seriös geschriebenes Buch von Elisa von Hof erwartet, indem es um Geschichten von Künstlern und deren Musen geht. Vorangestellt werden Zitaten von Pablo Picasso, Salvador Dali und Virginia Woolf, sehr passend gewählt zum Thema. Dann geht es mit einem Vorwort "Die Revolverheldin" weiter. Ich war irritiert, und habe mir dann das Inhaltsverzeichnis noch einmal genauer angeschaut. Die Autorin bietet hier u.a. die Kapitel "Die Therpeutinnen", Die "Supermodels", "Die Managerinnen" an, ja, alles Begriffe aus der Moderne. Und genau diese Sicht auf die Dinge und die Art, darüber zu schreiben, so locker, flapsig, fast mit einem Hauch von Arroganz durchzogen, nahezu besserwisserisch von einem Podest herab blickend...so empfand ich diese Leseprobe, die so völlig anders gestaltet war, als ich es erwartet hatte. Für mich klang das alles nach gewollt und nicht gekonnt, gezielt provokant und synthethisch kämpferisch und nach Effekthascherei. Das ist definitiv kein Buch für mich. Dabei hatte das Cover mit der Abbildung einer Frau, die in hostorisch anmutendem weißen Kleid vor einem Notenständer, so etwas Elegantes, Künstlerisches, Anmutiges an sich, was in mir die Erwartung auf ein ebenso feines Buch geweckt hatte.