Der notwendige Blick hinter die Kulissen

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ninaveronika Avatar

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„Unsichtbare Musen“ von Elisa von Hof, erschienen im Klett-Cotta Verlag, wirft einen retrospektiven Blick auf die Geschichte der „Muse(n)-Genie-Beziehung“. Die Autorin hinterfragt die jahrtausendealten, patriarchal geprägten Rollenbilder und beleuchtet diese mit der notwendigen, intersektional-feministisch ausgerichteten Kritik. Anhand verschiedener Beispiele zeigt das Sachbuch auf, warum die mit dem Begriff „Muse“ assoziierten Vorstellungen, der eigentlichen Arbeitsleistung vieler Frauen* (und teilweise auch anderer Personen) absolut nicht gerecht werden. So räumt die Autorin mit veralteten Klischees auf, beleuchtet die wahre Realität hinter vielen verklärten Versionen und zeigt auch auf, wie die Freiheit zur künstlerischen Arbeit jahrhundertelang (oder wahrscheinlich noch länger) ein von vor allem Männern besetztes Terrain war.
Für mich war „Unsichtbare Musen“ ein ganz großes Highlight, welches ich auf jede feministische Leseliste packen würde. Nicht nur konnte ich hier viel neues Wissen mitnehmen, sondern vor allem auch die Erinnerung daran wie wichtig es ist (und immer bleiben wird) gesellschaftliche Strukturen (die noch immer von patriarchalen Strömungen beeinflusst sind) zu hinterfragen.
Die Autorin demaskiert die Genie-Legende und zeigt auf wie viel Ungleichgewicht, Machtmissbrauch und teilweise auch Ausbeutung oder Gewalt dahinter steckt. Sie zeigt die Frauen*, deren Geschichte lange falsch oder einfach gar nicht erzählt wurde und holt diese aus der Unsichtbarkeit. In „Unsichtbare Musen“ wird die vielfältige Arbeit dieser Frauen* endlich gesehen und überliefert. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!