Die Frauen hinter den Künstlern

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dany_87 Avatar

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Mit ihrem Sachbuch „Unsichtbare Musen“ hat die Journalistin und Autorin Elisa von Hof eine weitere wichtige und gut lesbare feministische Lektüre auf den Markt gebracht. Das Buch ist im September als gebundene Ausgabe im Verlag Klett-Cotta erschienen und umfasst um die 400 Seiten.

Elisa von Hof hinterfragt in diesem Buch den Mythos des genialen Einzelkünstlers und unterstellt, dass viele weltbekannte Werke ohne die Frauen im Hintergrund so nie entstanden bzw. hätten umgesetzt werden können.
Behandelt werden weltbekannte Künstler in den Bereichen Literatur, Mode, Kunst und Film. Wir erfahren, wer die Frauen hinter Dali, Tolstoi, Goethe, Tarantino und Co waren. Sie waren Ehefrauen, Geliebte oder Gefährtinnen, haben die Künstler inspiriert und unterstützt, getröstet und kreative Impulse gegeben.

Einige Geschichten über beklaute Frauen in der Geschichte kannte ich bereits, doch in diesem Buch wurden mir noch einmal einige interessante Lebensgeschichten näher gebracht. Das Buch ist in einer modernen Sprache geschrieben, sodass es sich beim Lesen nicht wie ein Sachbuch anfühlt. Dennoch merkt man mit jedem Detail und dem umfassenden Verzeichnis am Ende des Buches, dass die Autorin viel Zeit in die Recherche gesteckt hat.

Irritiert hat mich der große Umfang, den das Thema „Genie“ und damit auch die männlichen Künstler in dem Buch eingenommen haben. Natürlich sind die Gegenpole Muse - Genie schwer voneinander zu trennen, aber dennoch hätte ich mir hier vom Umfang her eine andere Gewichtung - zugunsten der Frauen - gewünscht.