Muse und Genie - untrennbares Duo

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maja-jane Avatar

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Elisa von Hof hat eine enorme Schnelligkeit in ihrem Schreibstil. Eine Information an die andere gereiht, viele Zitate, Querverweise und "wird später noch wichtig" Aussagen. Ich hatte das Gefühl, ich renne durch das Buch, was vor allem möglich ist, weil Elisa von Hof schreibt wie sie spricht. Zumindest denke ich das. Keine hochgestochenen Sätze mit komplizierten Worten, außer bei den Zitaten, sondern auch immer wieder Trendwörter oder Aussagen. Die Inhalte werden auch nicht langsam enthüllt oder entwickeln sich wie in einer Geschichte sondern werden dem Leser quasi vor die Füße gekippt. Das Lesen des Buches ist für mich vergleichbar, wie eine Freundin, die sagt: Setz dich mal hin. Ich muss dir was erzählen. Und dann sprudelt schon die ganze Geschichte aus dem Gegenüber heraus.

In dem Buch geht es nicht nur um die ungesehenen Musen sondern auch um die Genies zu den Musen. Die Geschehnisse von damals werden, zur leichteren Einordnung, in den heutigen gesellschaftlichen Rahmen gepackt, denn denn Betriff "PR-Beraterin" gab es zu Goethes Zeiten sicher noch nicht. Diese Adaption macht die Geschichten jedoch greifbar und nachvollziehbar.

Mit Kritik wird natürlich nicht gespart. Sowohl an den Genies, auch diese werden entmystifiziert, als auch an der Gesellschaft - damals und heute.

Ein interessantes Buch für alle, die hinter die Kulissen von hochgelobten Genies blicken möchten. Danach haben diese definitiv etwas von ihrem Glanz verloren.