Interessantes und kurzweiliges Sachbuch
Mit "Unsichtbare Musen" legt Elisa von Hof ein interessantes und gut recherchiertes Sachbuch vor. Es ist sachlich, und dabei locker geschrieben, so dass es sich trotz der Fülle an Informationen flüssig und unterhaltsam liest.
In "Unsichtbare Musen" geht es um die Frauen im Schatten bekannter Männer. Frauen, die den Männern den Haushalt führen, deren Kinder aufziehen, die lektorieren, Verhandlungen führen, sich selbst und ihren Mann mit der Waffe verteidigen, deren Bücher selbst verlegen, Modell stehen, beraten, neue Impulse einbringen. Und das alles, ohne dass ihr Anteil am Werk des Mannes sichtbar wird. Zumindest meistens. Nicht selten werden ihnen sogar noch ihre Ideen oder ihre Werke gestohlen, um im Namen des Mannes veröffentlicht zu werden.
Elisa von Hof berichtet das spannend anhand unzähliger Beispiele. Das Buch beginnt vielversprechend mit "Der Revolverheldin", einem patenten und wehrhaften Mädchen, deren Revolver sie nicht davor schützen wird, sich gegen ihren Willen in Cormac McCarthys Büchern wiederzufinden, wie wir später erfahren. Es gibt einen Exkurs über die Musen der griechischen Mythologie, die zunächst mächtig und weise, später launisch und rachsüchtig dargestellt werden. Dann geht weiter in Kapitel, die sich an der Hauptfunktion der Musen für ihren jeweiligen Mann orientieren. Wobei schnell klar wird, dass keine der Musen nur eine einzige Funktion übernimmt.
Es gab und gibt bekanntere und gänzlich unbekannte Musen. Manche der Musen waren bereits bekannter als der Mann, der – meist durch ihre Hilfe - berühmt wurde. Besonders im Kopf geblieben ist mir die Geschichte hinter dem Titelbild. Zunächst dem Maler Jaques-Louis David zugeschrieben, wurde es von Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. Als sich herausstellt, dass das Bild von einer Frau, Marie-Denise Villers, stammt, entdeckte man plötzlich Einiges zu bemängeln. Und auch die Episode über Uma Thurman ist bemerkenswert. Sie erfand gemeinsam mit Quentin Tarantino die Geschichte der Braut , die später zu Kill Bill wird. Und Uma Thurmans Beitrag, abgesehen von der Hauptrolle, wird auf ein U im Abspann reduziert, in dem es heißt "based on the character of The Bride, created by Q and U".
Die Beispiele stehen nie lose nebeneinander, sondern sind immer sinnvoll eingebettet. Elisa von Hof wirft zwischendurch Zitate aus Filmen, Büchern, Serien oder Liedertexten ein. Und stellt natürlich auch darin den Bezug zu ihrem Thema her. Das alles zusammen ergibt ein wirklich aufschlussreiches, sehr gut lesbares Buch, das ich mit besten Gewissen empfehlen kann.
In "Unsichtbare Musen" geht es um die Frauen im Schatten bekannter Männer. Frauen, die den Männern den Haushalt führen, deren Kinder aufziehen, die lektorieren, Verhandlungen führen, sich selbst und ihren Mann mit der Waffe verteidigen, deren Bücher selbst verlegen, Modell stehen, beraten, neue Impulse einbringen. Und das alles, ohne dass ihr Anteil am Werk des Mannes sichtbar wird. Zumindest meistens. Nicht selten werden ihnen sogar noch ihre Ideen oder ihre Werke gestohlen, um im Namen des Mannes veröffentlicht zu werden.
Elisa von Hof berichtet das spannend anhand unzähliger Beispiele. Das Buch beginnt vielversprechend mit "Der Revolverheldin", einem patenten und wehrhaften Mädchen, deren Revolver sie nicht davor schützen wird, sich gegen ihren Willen in Cormac McCarthys Büchern wiederzufinden, wie wir später erfahren. Es gibt einen Exkurs über die Musen der griechischen Mythologie, die zunächst mächtig und weise, später launisch und rachsüchtig dargestellt werden. Dann geht weiter in Kapitel, die sich an der Hauptfunktion der Musen für ihren jeweiligen Mann orientieren. Wobei schnell klar wird, dass keine der Musen nur eine einzige Funktion übernimmt.
Es gab und gibt bekanntere und gänzlich unbekannte Musen. Manche der Musen waren bereits bekannter als der Mann, der – meist durch ihre Hilfe - berühmt wurde. Besonders im Kopf geblieben ist mir die Geschichte hinter dem Titelbild. Zunächst dem Maler Jaques-Louis David zugeschrieben, wurde es von Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. Als sich herausstellt, dass das Bild von einer Frau, Marie-Denise Villers, stammt, entdeckte man plötzlich Einiges zu bemängeln. Und auch die Episode über Uma Thurman ist bemerkenswert. Sie erfand gemeinsam mit Quentin Tarantino die Geschichte der Braut , die später zu Kill Bill wird. Und Uma Thurmans Beitrag, abgesehen von der Hauptrolle, wird auf ein U im Abspann reduziert, in dem es heißt "based on the character of The Bride, created by Q and U".
Die Beispiele stehen nie lose nebeneinander, sondern sind immer sinnvoll eingebettet. Elisa von Hof wirft zwischendurch Zitate aus Filmen, Büchern, Serien oder Liedertexten ein. Und stellt natürlich auch darin den Bezug zu ihrem Thema her. Das alles zusammen ergibt ein wirklich aufschlussreiches, sehr gut lesbares Buch, das ich mit besten Gewissen empfehlen kann.