Kritischer Blick auf Genies

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Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Unsichtbare Musen“ ein kurzweilig geschriebenes Sachbuch gut gelungen.

Die Beziehung zwischen Muse und Genie steht in diesem Buch im Mittelpunkt der Erzählung. Auch wenn der Titel auf die Musen abzielt, so wurde doch das Genie ausführlich im Text behandelt. Das mag auch daran liegen, dass die Literaturlage zu den Musen, meist weiblichen Geschlechtes, weit dünner ist als zu den Genies, meist männlichen Geschlechtes. Die Autorin arbeitet in ihrem Sachbuch mit viel Herzblut an der Ausdifferenzierung des Rezeptionsproblems und gibt damit aber nicht nur den Musen, wie im Titel angekündigt, sondern auch den Genies sehr viel Raum.

Die Recherchearbeit der Autorin hat mich an ihrem Werk besonders beeindruckt. Eine Vielzahl an Literaturbelegen macht das Buch zu einem seriösen Sachbuch und bietet die Möglichkeit, sich vertiefend in die Materie anhand der angeführten verwendeten Literatur einzuarbeiten.

Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, ist der Schreibstil eher frech und spritzig und oftmals an der Alltagssprache orientiert. Das mag bei einem Sachbuch etwas befremdlich wirken, tat aber der Seriosität der Aussagen insgesamt keinen Abbruch.

Was mir bei diesem Buch ein wenig gefehlt hat, war die Durchmischung der Künste. Es standen vor allem Maler und Bildhauer und ihre Musen im Vordergrund. Andere Kunstrichtungen kamen meinem Dafürhalten ein wenig zu kurz.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem gut recherchierten, modern geschriebenem Sachbuch zum Thema Muse und Genie ist, dem sei „Unsichtbare Musen“ bestens empfohlen. Wer allerdings darauf hofft, die titelgebenden Musen im Vordergrund des Buches zu finden, wird enttäuscht sein.